Brandenburgs Schüler fordern digitale psychologische Hilfe gegen wachsenden Druck
Die neue SPD/CDU-Koalition in Brandenburg hat sich auf Initiative des Landesschülerrates dazu entschlossen, ein digitales Hilfesystem für Schüler mit psychologischem Beratungsbedarf einzuführen. Diese Maßnahme soll flächendeckend und niedrigschwellig verfügbar sein und stellt eine direkte Reaktion auf die dringenden Forderungen der Schülervertretung dar.
Mangel an Personal und Ressourcen an Schulen
Jakob Stamm, Sprecher des Landesschülerrats Brandenburg, erklärte gegenüber der „Märkischen Oderzeitung“, dass es an Brandenburger Schulen erhebliche Defizite bei der psychologischen Betreuung gebe. „Es gibt zu wenig Sozialarbeit und zu wenig Schulpsychologen“, betonte Stamm. Die Ursache für diese Unterversorgung liege vor allem in fehlendem Personal und unzureichenden finanziellen Mitteln.
Aus diesem Grund habe man sich mit den Regierungsfraktionen auf ein digitales Angebot verständigt, das die Lücken im bestehenden System schließen soll. „Weil es zu wenig Personal und zu wenig Geld gibt, haben wir uns mit den Regierungsfraktionen auf ein digitales Angebot verständigt“, so der Schülervertreter weiter.
Konkrete Pläne für tägliche Rufbereitschaft
Das geplante digitale Hilfesystem soll eine tägliche Rufbereitschaft nach dem Vorbild der „Nummer gegen Kummer“ etablieren. Schülerinnen und Schüler können sich dann an speziell geschultes Personal wenden, das bei Bedarf weitere Hilfe vermittelt. „Es soll eine tägliche Rufbereitschaft geben, ähnlich wie die 'Nummer gegen Kummer'“, erläuterte Stamm. „Schülerinnen und Schüler können sich an dieses Personal wenden, das dann bei Bedarf weitere Hilfe vermittelt.“
Psychische Probleme durch Leistungs- und Notendruck
Hintergrund für die Initiative sind zahlreiche psychische Probleme, die bei Schülerinnen und Schülern in Brandenburg festgestellt wurden. Dazu zählen:
- Depressionen
- Angststörungen
- Existenzängste
- Magersucht
Eine wesentliche Ursache für diese Erkrankungen ist laut Experten der zunehmende Leistungs- und Notendruck im Schulalltag. Die digitale psychologische Beratung soll daher einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der betroffenen Jugendlichen leisten und frühzeitige Interventionen ermöglichen.
Die SPD/CDU-Koalition hat bereits vereinbart, die Idee des Landesschülerrats für ein flächendeckendes, niedrigschwelliges digitales Hilfesystem zu unterstützen. Damit reagiert die Landesregierung direkt auf die Bedürfnisse der Schüler und setzt ein Zeichen für verbesserte psychosoziale Versorgung im Bildungsbereich.



