Grünen-Kandidatin fordert Abschaffung von Förderschulen für Lernen in Sachsen-Anhalt
Grünen-Kandidatin will Förderschulen für Lernen abschaffen

Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz stellt radikale Schulreformen in Aussicht

Die Grünen-Spitzenkandidatin zur anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, hat am Mittwoch in Magdeburg weitreichende Pläne für eine grundlegende Reform des Schulsystems des Bundeslandes vorgestellt. Nach einer Klausurtagung der Landtagsfraktion kündigte die Bildungspolitikerin insbesondere die Abschaffung der sogenannten Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen an.

Fokus auf inklusives Lernen und gemeinsamen Unterricht

Sziborra-Seidlitz erklärte, dass das bisherige System der separierten Förderung überholt sei. Stattdessen setzt sie auf das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler in Regelschulen. „Wir müssen weg von der Ausgrenzung hin zu einer echten inklusiven Bildung, die jedes Kind mitnimmt“, so die Politikerin. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass Kinder mit Lernschwierigkeiten nicht länger von ihren Altersgenossen getrennt werden, sondern gemeinsam mit ihnen unterrichtet werden.

Die Pläne der Grünen-Kandidatin gehen jedoch über die Förderschulen hinaus. Auch für die Gymnasien in Sachsen-Anhalt hat Sziborra-Seidlitz neue Konzepte entwickelt, die eine Modernisierung und Anpassung an zeitgemäße pädagogische Ansätze vorsehen. Details zu diesen gymnasialen Reformen sollen in den kommenden Wochen präsentiert werden.

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Reaktionen und nächste Schritte

Die Ankündigung löste bereits erste Diskussionen in der Bildungspolitik des Landes aus. Befürworter sehen in der Abschaffung der Förderschulen einen wichtigen Schritt hin zu mehr Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit im Bildungswesen. Kritiker hingegen warnen vor einer Überforderung der Regelschulen und Lehrkräfte, die möglicherweise nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse der betroffenen Schüler vorbereitet sind.

Susan Sziborra-Seidlitz betonte, dass die Umsetzung der Reformen sorgfältig geplant und mit ausreichenden Ressourcen für die Schulen einhergehen müsse. „Es geht nicht um einen radikalen Schnitt von heute auf morgen, sondern um einen wohlüberlegten Transformationsprozess, der allen Beteiligten gerecht wird“, erklärte sie. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird somit zu einem entscheidenden Moment für die Zukunft des Bildungssystems in dem Bundesland.

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