Rostocker Schüler revolutionieren Landversorgung mit senkrecht startendem Lieferflieger
Rostocker Schüler revolutionieren Landversorgung mit Drohne

Rostocker Schüler entwickeln senkrecht startenden Lieferflieger für ländliche Regionen

Zwei 17-jährige Schüler des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock, Felix Kröger und Georg Prudlo, haben mit ihrem innovativen Prototyp eines senkrecht startenden Lieferfliegers den ersten Preis beim 36. Landeswettbewerb Jugend forscht in Rostock gewonnen. Damit haben sie sich für die Teilnahme am diesjährigen Bundeswettbewerb in Herzogenaurach qualifiziert. Ihre Vision ist es, die medizinische Versorgung und Logistik in ländlichen Gebieten grundlegend zu verbessern.

Technische Innovation für autonome Landversorgung

Der Prototyp der beiden Rostocker Tüftler vereint die Flexibilität eines Hubschraubers mit der Effizienz eines Lastenflugzeugs. „Unser Ziel ist ein Flugzeug, das Hindernissen selbstständig ausweicht und ohne menschliches Eingreifen senkrecht starten und landen kann“, erklärt Felix Kröger. Das Fluggerät soll zunächst Lasten bis zu 1,5 Kilogramm transportieren können und ist speziell für schwer erreichbare ländliche Regionen konzipiert.

Die technische Umsetzung umfasst mehrere innovative Komponenten:

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  • Ein umfassendes Sensor- und Kamerasystem zur Umgebungserfassung
  • Einen Raspberry Pi-Computer zur Steuerung der komplexen Flugmanöver
  • Eine speziell programmierte Software für autonome Flugoperationen
  • Ein aus dem 3D-Drucker gefertigtes Modell des Flugzeugs

Monatelange Entwicklungsarbeit im Schülerlabor

Seit mehreren Monaten arbeiten die beiden Schüler unter Anleitung der Betreuer des MikroMint Schülerlabors an ihrem Prototyp. „Das macht eben Spaß“, erklärt Felix Kröger die Motivation hinter dem Projekt. Doch neben der technischen Begeisterung steht ein ernsthaftes Ziel: „Damit könnte man kleine Lasten ohne Personalaufwand in den ländlichen Raum bringen“.

Mögliche Einsatzszenarien für den Lieferflieger sind vielfältig:

  1. Transport von Medikamenten zu abgelegenen Orten
  2. Zustellung von Post und Paketen in schwer erreichbare Regionen
  3. Lieferung von Ersatzteilen für landwirtschaftliche Geräte
  4. Versorgung von Notfallpatienten mit dringend benötigten Medikamenten

Von der Spielerei zur ernsthaften Lösung

Obwohl die beiden Schüler selbst erklären, „Naja, wir sind Flugzeugfans“, haben sie sich einem bedeutenden gesellschaftlichen Problem verschrieben. „Und die Versorgung auf dem Land ist ja echt ein Problem“, ergänzt Kröger. Ihr Projekt zeigt, wie jugendlicher Erfindergeist konkrete Lösungen für reale Herausforderungen entwickeln kann.

Für den Wettbewerb haben die beiden nicht nur ein umfassendes Projektportfolio mit detaillierten Berechnungen erstellt, sondern auch das vollständige Innenleben des Flugzeugs in Originalgröße präsentiert. Derzeit ist die Flugzeit des Testgeräts aufgrund des hohen Gewichts der Sensoren noch auf wenige Minuten begrenzt, doch die Optimierung läuft bereits auf Hochtouren.

Perspektiven für die Logistik der Zukunft

Die beiden Rostocker Schüler demonstrieren mit ihrem Projekt, wie junge Ingenieure die Mobilität von morgen mitgestalten können. Ihr Ansatz, die große Flächeneffizienz konventioneller Flugzeugdesigns mit der Flexibilität von Hubschraubern zu kombinieren, könnte wegweisend für die zukünftige Logistik in ländlichen Regionen sein.

In den kommenden Monaten soll der finale Flieger zeigen, dass der Rostocker Ingenieursgeist zweier 17-Jähriger tatsächlich die Fähigkeit besitzt, die Logistiklandschaft nachhaltig zu verändern. Das Projekt macht nicht nur Mut für die Zukunft der Technologieentwicklung in Deutschland, sondern zeigt auch, wie Bildungseinrichtungen wie das MikroMint Schülerlabor junge Talente fördern können.

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