Sachsen-Anhalt schreibt erneut Hunderte Lehrerstellen aus
Das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt ist weiterhin händeringend auf der Suche nach Lehrkräften. Erneut wurden zahlreiche Stellen ausgeschrieben, wobei auch Seiteneinsteiger besonders angesprochen werden.
655 Stellen ausgeschrieben
Insgesamt hat das Ministerium 655 Stellen für Lehrerinnen und Lehrer veröffentlicht. Besonders gesucht werden Kräfte für Grundschulen, Förderschulen, Gemeinschaftsschulen und Sekundarschulen. An Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen ist der Bedarf laut einer Übersicht des Ministeriums hingegen nicht so hoch.
Lehrermangel bleibt anhaltendes Problem
Der Lehrermangel bleibt ein anhaltendes Problem in Sachsen-Anhalt. Im April des vergangenen Jahres lag die Unterrichtsversorgung an allgemeinbildenden Schulen bei 94,5 Prozent. Dieser Wert gibt an, wie viel von dem laut Lehrplan vorgesehenen Pflichtunterricht abgedeckt werden kann. Die Koalition hatte sich eigentlich eine Unterrichtsversorgung von 103 Prozent als Ziel gesetzt, um ausreichend Puffer für Krankheitsfälle, Elternzeiten und Weiterbildungen zu haben.
Seit Jahren Suche über "Weltenretter"-Programm
Seit Jahren sucht das Bildungsministerium daher über das sogenannte „Weltenretter“-Programm nach Lehrkräften. Im Februar vor einem Jahr waren mehr als 760 Stellen ausgeschrieben. Auch Ende des Jahres, im November, waren es noch einmal mehr als 350. Die aktuelle Ausschreibung setzt diese Bemühungen fort und richtet sich explizit an Seiteneinsteiger.
Besondere Ansprache an Seiteneinsteiger
Mit der aktuellen Ausschreibung werden auch Seiteneinsteiger besonders angesprochen, wie Bildungsminister Jan Riedel (CDU) betonte. Laut Bildungsministerium waren an den öffentlichen Schulen in Sachsen-Anhalt im vergangenen Schuljahr rund 15.300 Lehrkräfte beschäftigt. Die kontinuierliche Ausschreibung neuer Stellen unterstreicht den anhaltenden Bedarf an qualifiziertem Personal im Bildungswesen des Bundeslandes.
Die Situation zeigt, dass trotz wiederholter Anstrengungen die Personaldecke im Schulbereich dünn bleibt. Experten fordern daher langfristige Strategien, um den Lehrermangel nachhaltig zu bekämpfen und die Unterrichtsqualität zu sichern.



