Universität Göttingen in Epstein-Files: Kein Fehlverhalten bei Studie festgestellt
Die Universität Göttingen hat nach Medienberichten über eine Studie, die in den sogenannten Epstein-Files auftaucht, eine umfassende Untersuchung eingeleitet und sieht kein Fehlverhalten eigener Wissenschaftler. Dies teilte die Hochschule auf Anfrage mit und betonte, dass es weder finanzielle Unterstützung noch persönlichen Kontakt mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gegeben habe.
Hintergrund der Untersuchung
Hintergrund ist eine Studie, an der die Universität Göttingen beteiligt war und die laut Berichten von Jeffrey Epstein unterstützt worden sein soll. Die Universität hat die Umstände dieser Studie gemeinsam mit dem Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie sowie der Ombudsstelle für gute wissenschaftliche Praxis geprüft. Dabei stand insbesondere eine Forschungsreise im Jahr 2014 nach Jamaika im Fokus, an der ein Wissenschaftler und zwei Masterstudentinnen teilnahmen.
Laut Universitätsangaben wurde diese Reise regulär beantragt und abgerechnet, und es gab keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Ein Sprecher der Universität erklärte: „Nach Aussage aller Beteiligten kam es während des Forschungsaufenthalts weder zu einer Begegnung mit Jeffrey Epstein noch zu Formen sexueller Belästigung.“
Finanzielle und ethische Aspekte
Die Universität Göttingen betonte, dass zu keinem Zeitpunkt Geld von Epstein an die Universität oder ihre Forscher geflossen sei. Die Studie, die Zusammenhänge von Genetik und Laufleistung untersuchte, habe allen üblichen ethischen Standards entsprochen. In den Danksagungen der Studie wird Epstein lediglich für sein persönliches Interesse an der Untersuchung genannt, nicht für finanzielle Unterstützung.
Für die Zusammenarbeit mit Investoren gelten an der Universität klare Richtlinien:
- Interessenkonflikte müssen offengelegt werden.
- Genutzte Fördermittel sind bei Veröffentlichungen anzugeben.
- Diese Standards waren bereits 2014 etabliert.
Ein Beleg für eine finanzielle Unterstützung durch Epstein liegt nicht vor, und die Universität sieht daher keine Verstöße gegen wissenschaftliche Integrität.
Fazit der Prüfung
Die Untersuchung der Universität Göttingen kommt zu dem Schluss, dass die Beteiligung an der Studie unter Einhaltung aller geltenden Vorschriften stattfand. Trotz der Nennung Epsteins in den Danksagungen gibt es keine Hinweise auf eine enge Zusammenarbeit oder Fehlverhalten. Die Hochschule bekräftigt ihr Engagement für transparente und ethisch einwandfreie Forschungspraktiken.



