Unterrichtsausfall in Sachsen sinkt erstmals seit zehn Jahren deutlich
Unterrichtsausfall in Sachsen sinkt erstmals seit zehn Jahren

Unterrichtsausfall in Sachsen sinkt erstmals seit zehn Jahren deutlich

An sächsischen Schulen hat sich der Unterrichtsausfall im ersten Schulhalbjahr des aktuellen Schuljahres verringert. Nach Angaben des Kultusministeriums fielen insgesamt 9,1 Prozent der eigentlich vorgesehenen Unterrichtsstunden aus. Kultusminister Conrad Clemens von der CDU betont jedoch einen positiven Trend, da der sogenannte planmäßige Ausfall im Vergleich zum gleichen Zeitraum des vorherigen Schuljahres um 10,8 Prozent gesunken ist.

Unterschied zwischen planmäßigem und außerplanmäßigem Ausfall

In der offiziellen Statistik wird zwischen planmäßigem und außerplanmäßigem Unterrichtsausfall unterschieden. Planmäßiger Ausfall tritt auf, wenn die Stundentafel aufgrund von Lehrermangel oder fehlenden Unterrichtsräumen nicht eingehalten werden kann. Außerplanmäßiger Ausfall entsteht hingegen durch unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheit der Lehrkräfte, schulische Veranstaltungen, Fortbildungen, Streiks, Verspätungen des Schulbusses oder ähnliche Faktoren.

Im ersten Halbjahr fielen planmäßig 3,3 Prozent der Unterrichtsstunden aus, während es im Vorjahreszeitraum noch 3,7 Prozent waren. Der außerplanmäßige Ausfall lag bei 5,8 Prozent, was einem leichten Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber den 5,7 Prozent im Vorjahr entspricht.

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Maßnahmenpaket zeigt Wirkung, aber Ziel noch nicht erreicht

Kultusminister Conrad Clemens kommentierte die Zahlen mit den Worten: „Wir sehen, dass die Richtung jetzt stimmt. Zum ersten Mal seit 10 Jahren sinkt der Unterrichtsausfall.“ Er fügte hinzu, dass die Maßnahmen der letzten Jahre zu wirken beginnen und man an diesem Kurs festhalte, obwohl das Ziel noch nicht vollständig erreicht sei. Es bestehe kein Korrekturbedarf an dem eingeführten Maßnahmenpaket.

Im Frühjahr 2025 hatte Clemens ein umfassendes Maßnahmenpaket aufgelegt, um die Situation an den Schulen zu verbessern. Zu den zentralen Elementen gehören:

  • Ältere Lehrkräfte arbeiten mehr Stunden als bisher.
  • Stärkere Nutzung digitaler Formate und fächerübergreifender Unterricht.
  • Reduzierung von Klausuren und Klassenarbeiten.
  • Abordnung von Lehrkräften an Schulen mit besonderem Mangel.

„Ich bin heilfroh und allen Lehrern dankbar, dass es funktioniert“, betonte der Minister und unterstrich damit die Bedeutung der ergriffenen Schritte.

Positive Entwicklung, aber Herausforderungen bleiben

Obwohl der Rückgang des Unterrichtsausfalls eine erfreuliche Entwicklung darstellt, bleiben Herausforderungen bestehen. Der außerplanmäßige Ausfall ist leicht gestiegen, was auf anhaltende unvorhersehbare Faktoren hinweist. Die Bemühungen des Kultusministeriums zielen darauf ab, sowohl den planmäßigen als auch den außerplanmäßigen Ausfall langfristig zu minimieren und so die Bildungsqualität in Sachsen weiter zu verbessern.

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