Mit 103 Jahren: Templins zweitälteste Einwohnerin feiert Geburtstag mit Bürgermeister
103-jährige Templinerin feiert mit Bürgermeister

Traute Gutenschwager wird 103: Eine lebensfrohe Templinerin feiert Geburtstag

In der malerischen Kurstadt Templin in der Uckermark leben sieben Menschen, die das stolze Alter von über einhundert Jahren erreicht haben. Unter ihnen befindet sich Traute Gutenschwager, die am 1. April ihren 103. Geburtstag feierte und damit zur zweitältesten Einwohnerin der Stadt gehört. Die gebürtige Posenerin, die von allen nur Traudl genannt wird, verbrachte ihren besonderen Tag im Evangelischen Seniorenzentrum „Richard Kirstein“ gemeinsam mit Bewohnern, Mitarbeitern und Familienangehörigen.

Bürgermeister gratuliert persönlich

Zu den prominenten Gratulanten gehörte Templins Bürgermeister Christian Hartphiel von der SPD. Der Rathauschef überbrachte nicht nur die besten Wünsche, sondern teilte der Jubilarin auch eine bemerkenswerte Information mit: „Sie sind nicht nur die älteste Bewohnerin des Kirsteinhauses, sondern auch die zweitälteste Einwohnerin von Templin. Eine Bürgerin wird in diesem Jahr sogar 105 Jahre alt.“ Diese Nachricht unterstreicht die besondere demografische Situation in der brandenburgischen Stadt.

Ein Leben voller Fleiß und Humor

Traute Gutenschwager wurde in Posen als eines von vier Kindern geboren, wo ihre Großeltern eine Landwirtschaft betrieben. In den 1930er Jahren zog sie nach Templin, wo sie zunächst in einem Wäschestützpunkt und später bei der Wasserwirtschaft arbeitete. Ihr Mann, der ebenfalls in der Wasserwirtschaft tätig war, verstarb früh, und das Paar blieb kinderlos. Dennoch blickt die Seniorin auf ein erfülltes Leben zurück.

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Sabine Papies, Mitarbeiterin der Stabsstelle für diakonische Kultur, betonte während einer Geburtstagsandacht: „Fleißig zu sein war Frau Gutenschwager ein Leben lang wichtig. Gleichzeitig ist sie bei allen beliebt wegen ihres unverwechselbaren Humors.“ Bis ins hohe Alter von 100 Jahren lebte die Dame allein in ihrer Templiner Wohnung, bevor sie 2020 ins Seniorenzentrum zog. Sylvia Ziemkendorf, die Leiterin der Einrichtung, schätzt besonders ihre freundliche Art.

Familienbande über große Entfernungen

Der Geburtstag brachte auch Familienmitglieder zusammen, die weite Wege auf sich nahmen. Cousin Alfred Manke, den Traute nur Fred nennt, reiste mit seiner Frau Karin aus Berlin an. Noch weiter war die Anreise für Cousine Renate Fischer, die aus der Nähe von Nürnberg kam. Alfred Manke beschreibt seine Cousine als „einen Menschen, der immer mit allen gut ausgekommen ist. Darin hat sich bis heute nichts geändert.“ Die regelmäßigen Besuche und das Winken vom Balkon beim Abschied gehören zu den liebgewonnenen Ritualen.

Das hohe Alter scheint in der Familie von Traute Gutenschwager genetisch verankert zu sein. Eine ihrer Cousinen ist bereits 97 Jahre alt. Die Jubilarin selbst hat sich offenbar vorgenommen, mindestens 104 zu werden. Auf die Frage von Bürgermeister Hartphiel, ob sie sich im nächsten Jahr wieder sehen würden, antwortete sie mit fester Stimme: „Versprochen!“ Ein Beweis für ihre ungebrochene Lebensfreude und ihren Optimismus.

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