Kronkorken-Sammler hilft Hospiz: Bahnmitarbeiter startet Spendenaktion
Kronkorken sammeln für den Hospizverein

Steven Holz ist Wagenmeister bei der Bahn. Der Job hält den 47-jährigen zweifachen Vater auf Trab. Sieben Tage arbeitet er durch, dann hat er eine Woche frei. Das schlaucht, keine Frage. Trotz seiner anstrengenden Schichtarbeit startet der Uckermärker eine bemerkenswerte Aktion, die berührt: Er sammelt Kronkorken für den guten Zweck.

Unterstützung für den Hospizverein

Der Falkenhagener gehört nicht zur Fraktion „Feierabendbier“, sondern trinkt nur gelegentlich in Gesellschaft mal einen Schluck. Bei seinem Plan, Kronkorken für den Uckermärkischen Hospizverein zu sammeln, ist er deshalb auf breite Unterstützung angewiesen. „Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr viel Geld für den Hospizverein zu spenden. Als ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis davon erzählt habe, war die Begeisterung gleich groß, ebenso die Bereitschaft, mir dabei unter die Arme zu greifen“, so Holz.

Ihm ist bewusst, dass das Portemonnaie bei vielen Familien nicht mehr so locker sitzt. „Aber Kronkorken fallen doch in jedem Haushalt an, nicht nur vom Bier, sondern auch von Cola und Brause. Und die kann man zu Geld machen. Diesen Part würde ich dann beim Schrotthandel übernehmen.“ Er hat erfahren, dass es für eine Tonne Schredderschrott 60 Euro gibt, für Mischschrott sogar 200 Euro. Wie viel genau bei seiner Aktion herauskommt, weiß er noch nicht.

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Erstes Etappenziel erreicht

Das erste Etappenziel ist bereits geschafft: Zwei 200-Liter-Fässer voll mit Kronkorken stehen in seiner Garage. Die Deckel-Lieferungen aus der Umgebung reißen nicht ab. Tag für Tag trudeln neue Kisten mit Flaschenverschlüssen bei ihm ein. Darüber hat er mittlerweile schon den potenziellen Nutznießer des Sponsorings informiert: „Die Leute vom Hospizverein haben sich total gefreut und sind gespannt, was jetzt alles zusammenkommt.“ Die Sammelstelle ist am Hof seiner Eltern, die in Falkenhagen die Ritterpension „Zum Falken“ betreiben.

Die Ehrenamtler vom Hospizverein können jeden Cent gebrauchen. Sie begleiten todkranke Menschen und deren Angehörige in der letzten Lebensphase. Aktuell ist sogar ein stationäres Hospiz in Prenzlau im Entstehen. Mit seiner Aktion möchte Steven Holz einen Beitrag leisten und zeigt, dass auch kleine Dinge Großes bewirken können.

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