Kulturlabor Grabow: Ein Treffpunkt für alle Generationen
Kulturlabor Grabow: Treffpunkt für alle Generationen

Nach dem erfolgreichen „Summer of Pioneers“ im Jahr 2024 gründete sich der Verein Kulturlabor Grabow. Seitdem bietet er ein buntes Programm für alle Altersgruppen – von Strickabenden über Schachturniere bis hin zu geselligen Zusammenkünften. Die Vorsitzende Alexia Agathos und Kassenwartin Annette Siegenthaler freuen sich über neue Mitglieder und Ideen.

Vom Sommerprojekt zum festen Verein

Alexia Agathos war von Anfang an begeistert, als sie vom „Summer of Pioneers“ erfuhr. „Ich war neugierig, wer nach Grabow kommt, und bin gleich zum Spaziergang der Bewerber gegangen“, erinnert sie sich. Die gebürtige Grabowerin betreibt eine Künstleragentur und sah in dem Projekt eine große Chance für die Stadt. Annette Siegenthaler und ihr Mann gehörten zu den ersten Pionieren aus Frankfurt am Main. „Wir waren die einzigen Rentner und wohnten mit unserem Wohnmobil am Hafen“, erzählt die heutige Kassenwartin. Gemeinsam mit engagierten Einheimischen organisierten sie die Lange Tafel, eine Sommerbühne und Karaoke-Abende. Schon während des Sommers fragten sich die Beteiligten, was von all dem bleiben würde, wenn die Pioniere wieder abreisen. Die Antwort: ein eigener Verein.

Gründung und erste Hürden

Im August 2024 war es so weit: 18 Gründungsmitglieder kamen zusammen und nannten den Verein „Kulturlabor Grabow“. Sie mieteten ein ehemaliges Ladengeschäft in der Marktstraße 27, das über acht Jahre leer gestanden hatte. „Gemeinsam haben wir die Räume hergerichtet“, sagt Agathos. Doch im Oktober erhielt der Verein Post vom Bauamt: Es fehlte eine Nutzungserlaubnis. Ein Bauantrag wurde nötig. Über neun Monate warteten die Mitglieder auf eine Antwort, erst im November 2025 durften sie die Räume wieder nutzen. „Wir haben die Toilette saniert, neue Heizkörper eingebaut und vor Kurzem eine Küche installiert“, so Agathos.

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Vielfältiges Angebot für die Gemeinschaft

Heute trifft sich das Kulturlabor regelmäßig in der Marktstraße 27. Alle zwei Wochen gibt es einen kreativen Nachmittag, zweimal im Monat einen Englisch-Stammtisch. Alexia Agathos leitet einen Stricktreff: „Ich stricke gern und biete den Treff regelmäßig an – das ist ein schöner Austausch.“ Die Lange Tafel findet mehrmals im Jahr statt, das nächste Mal am 21. Juni im Garten der Lederfabrik. Zu Pfingsten (23. bis 25. Mai) lädt der Verein im Rahmen von „Kunst offen“ in den Bahnhof ein. Auch einmalige Veranstaltungen wie ein Rentenvortrag (29. Mai) oder ein Autoworkshop eines Kfz-Mechanikers sind beliebt. „Jeder mit einer Idee kann sich melden – auch Nicht-Mitglieder. Wir stellen die Räume und helfen bei der Umsetzung“, betont Siegenthaler.

Mitglieder gesucht – besonders Jüngere

Der Verein zählt inzwischen 77 Mitglieder, darunter Grabower und ehemalige Pioniere. „Wir haben auch Leute, die den Summer of Pioneers gut fanden und uns jetzt unterstützen“, sagt Siegenthaler. Der Vorstand wünscht sich jedoch mehr jüngere Mitglieder, denn der Großteil ist über 50. „Mit jüngeren Eltern könnten wir mehr für Kinder anbieten“, erklärt Agathos. Eine Kinderlesung wurde bisher nicht gut angenommen. „Vielleicht fehlt die zündende Idee – hier freuen wir uns über Unterstützung.“ Wer mitmachen möchte, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden.

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