Thilo Wilkens: Vom Fußball-Vereinsvorsitzenden zum Mentor für Jugendliche in Polz
Thilo Wilkens: Ehrenamtlicher Mentor für Jugendliche in Polz

Thilo Wilkens: Der Mann, der Sport zur Lebensschule macht

Fakt ist: Sport fördert soziale Kompetenz, körperliche Leistungsfähigkeit, Teamgeist und Fairness. Thilo Wilkens, leidenschaftlicher Fußballer und seit 2022 Vorsitzender des SV Blau-Weiß Polz, weiß aus eigener Erfahrung: Kinder und Jugendliche lernen durch Sport Disziplin, Selbstorganisation und Motivation. Vor allem aber gewinnen sie wertvolles Selbstvertrauen.

Vom Corona-Lockdown zum Vereinsvorsitz

Das große Abenteuer begann schleichend am Ende der vielen Corona-Monate, in denen Thilo Wilkens seinen Sohn Fiete mit Fußball in allen Varianten bei Laune gehalten hatte. „Die Idee, innerhalb des Vereins Kindersportgruppen zu gründen, kam auf einer Geburtstagsparty“, erinnert sich der 48-Jährige, der dem Verein seit 1996 die Treue hält. Was als kleine Initiative begann, entwickelte sich zu einem beeindruckenden Erfolg.

Wachstum und Vielfalt im Verein

Heute gibt es bereits zwei Kindersportgruppen und fünf Fußball-Teams mit insgesamt 91 Mitgliedern im Alter von 4 bis 17 Jahren. „Darunter ist sogar eine reine Mädchenmannschaft“, erzählt Wilkens stolz. Begonnen hatte alles mit zwölf jungen Mitstreitern. Der Dömitzer selbst kickte bereits mit sechs Jahren erstmals das runde Leder über das Grün. „Mein Vater hat mich für alles begeistert, was mit Bällen zu tun hatte“, so der Vereinsvorsitzende.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das Herzstück: 14 engagierte Trainer

Der Verein verfügt heute über 14 Trainer, alles engagierte und motivierte Eltern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Heranwachsenden auf neue Wege zu führen. „Kinder und Jugendliche von der Straße wegzubekommen und sie mit den Werten des Sportes vertraut zu machen, ist unser Ziel“, betont Wilkens, der beruflich als Manager arbeitet. Diese Erfahrung kommt ihm und seinem Team zugute, denn die Temperamente junger Menschen sind vielfältig: von aufbrausend und beratungsresistent über verträumt bis hin zu selbstzweifelnd.

Die Kunst des Ausgleichs: Fordern und Fördern

Für Trainer im Jugendbereich bedeutet dies oft einen stetigen Spagat zwischen verschiedenen Anforderungen:

  • Fordern und gutes Zureden
  • Beruhigen und Anstacheln
  • Trösten und konstruktiv Kritisieren

Ein unauflöslicher Widerspruch besteht zwischen einem Spiel, das beständig Sieger und Verlierer kreiert, und dem unbeschwerten Vergnügen an der Sache selbst. „Es ist der Respekt vor der ungeheuren Leistung all der ehrenamtlichen Trainer und Betreuer im Kinder- und Jugendsport, der auch mich antreibt“, gesteht Wilkens.

Sport als Fundament fürs Leben

Durch regelmäßigen Sport lernen Kinder und Jugendliche Geduld und Ausdauer. Sozialverhalten, Selbstbewusstsein und emotionale Stärke werden dabei gleichermaßen gefördert. „Das hilft auch in anderen Lebensbereichen langfristig dranzubleiben“, erklärt der Elbestädter. Sportliche Aktivität fördert nicht nur die motorische Entwicklung, sondern bietet die Grundlage, um persönliche Stärken zu entdecken. „Das ist für den Augenblick genauso wie für das spätere Leben“, ist sich der Vereinsvorsitzende sicher.

Pionierarbeit im Kinderschutz

Ein innerhalb des Vereins kürzlich in Kraft gesetztes Kinderschutzkonzept gilt als bahnbrechend in der Region. Alle Trainer müssen beispielsweise jährlich ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen, und Vertrauenspersonen wurden bestimmt. Transparenz und klare Regeln sorgen dafür, dass der Verein ein sicherer Ort für alle Mitglieder bleibt.

Die Lebensschule des Sports

„Heranwachsende sind für diese Lebensschule dankbar, wenn man sich um sie kümmert und sie mitnimmt auf eine abenteuerliche Reise zu sich selbst“, betont Wilkens, dessen Leidenschaft neben Fußball und Verein auch dem Wasser gilt. Vor allem der Ostsee: Windsurfing, SUP-Paddeln und Tauchen zählen zu seinen weiteren sportlichen Vorlieben. „Auch das habe ich meinem Vater zu verdanken. Ich habe schon als Kind die positiven Effekte des Sportes ungefiltert wahrgenommen. Denn nicht nur der Körper, sondern auch die gesamte Persönlichkeit ist dabei immer wieder neu gefordert. So kommt man ein Stück besser durch den Alltag.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration