Fernandes/Ulmen-Debatte: Ein alter weißer Mann spricht über Gewalt gegen Frauen
Fernandes/Ulmen: Ein alter weißer Mann über Gewalt gegen Frauen

Die Fernandes/Ulmen-Debatte: Perspektive eines konservativen Autors

Die aktuelle Diskussion um die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen hat eine hitzige Debatte über digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen ausgelöst. Warum melden sich so wenige Männer zu diesem Thema zu Wort? Unser Autor, ein 66-jähriger konservativer Journalist, der sich selbst als alter weißer Mann bezeichnet, nimmt Stellung.

Zu viele gewalttätige Männer in allen Gesellschaftsschichten

Es gibt viel zu viele Männer, die Gewalt gegen Frauen ausüben, betont der Autor. Dies sei nicht nur ein Problem der Unterschicht, sondern treffe genauso auf die Oberschicht zu. Die alarmierend hohen Zahlen sexuell missbrauchter Frauen und Mädchen sprächen eine deutliche Sprache. Der Autor distanziert sich persönlich von jeglicher Form der Gewalt und betont: Man schlägt niemals eine Frau, man fasst sie niemals an, wenn sie das nicht ausdrücklich will. In seinem Freundeskreis kenne er niemanden, der gewalttätig gegenüber Frauen sei – und falls doch, wäre die Konsequenz klar.

Versagen der Strafverfolgung und Wunsch nach mehr Konsequenzen

Besonders kritisch sieht der Autor das Versagen der deutschen Strafverfolgungsbehörden. Kaum jede zehnte angezeigte Vergewaltigung führe zu einer Verurteilung, was bedeute, dass neun von zehn Frauen im Zweifel als Lügnerinnen dastehen. Dies erkläre, warum viele Betroffene zögern, Anzeige zu erstatten. Der Autor wünscht sich einen ähnlichen Ermittlungseifer wie bei Beleidigungen gegen Politiker, etwa in der Schwachkopf-Affäre um Robert Habeck.

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Zudem erinnert er an historische Fälle wie Marianne Bachmaier, die 1981 den Mörder ihrer Tochter erschoss. Obwohl er Selbstjustiz nicht befürwortet, hat er Verständnis für ihre Tat. Seine Lösung: Nicht mehr Gesetze, sondern mehr Gefängnisse seien nötig, um Täter zur Verantwortung zu ziehen. Bei neuen Phänomenen wie Deepfakes könnten jedoch gesetzliche Anpassungen erforderlich sein.

Insgesamt fordert der Autor eine gesellschaftliche Kehrtwende im Umgang mit Gewalt gegen Frauen und mehr Solidarität mit den Opfern.

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