Glücksspielbehörde verhängt 250.000 Euro Bußgeld gegen Capital Bra
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat ein Bußgeldverfahren gegen den Berliner Rapper Capital Bra eingeleitet. Der Vorwurf lautet, dass der Musiker auf seinen Social-Media-Kanälen wiederholt illegales Online-Glücksspiel betrieben und aktiv dafür geworben haben soll. Die Behörde setzte ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro fest, das dem Künstler bei einem Konzert in Wiesbaden mit polizeilicher Unterstützung zugestellt wurde.
Verstörende Vorfälle und rechtliche Konsequenzen
Der Ärger für Capital Bra kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst kürzlich sorgte der Rapper mit einem verstörenden Livestream aus einem Rettungswagen für Aufsehen, in dem er desorientiert wirkte und später angab, mehrere Drogen konsumiert zu haben. Sein Management bestätigte, dass er „wieder abgerutscht“ sei, betonte aber, dass es ihm inzwischen besser gehe.
Die GGL wirft Capital Bra vor, sich selbst beim Spielen auf nicht zugelassenen Casino-Webseiten gefilmt und diese Aufnahmen in Livestreams sowie als Videos online gestellt zu haben. Zusätzlich sollen dauerhafte Bannerwerbungen für entsprechende Seiten und sogar eine Vergleichsplattform für illegale Anbieter mit ihm in Verbindung stehen. In Deutschland ist Werbung für illegales Glücksspiel strikt verboten, da solche Angebote als besonders riskant gelten – es fehlt an Kontrollen, Spielerschutz und Sicherheitsstandards.
Harte Maßnahmen der Behörden
Weil Capital Bra auf offizielle Anhörungen nicht reagiert haben soll, verschärfte die GGL ihre Maßnahmen und verhängte das hohe Zwangsgeld. Die Zustellung erfolgte laut Behördenangaben während eines Club-Konzerts in Wiesbaden unter Mitwirkung der Polizei. Das Management des Rappers bestreitet jedoch, dass eine solche Forderung erhalten oder angenommen wurde.
Die Glücksspielbehörde betont, dass illegale Glücksspielangebote erhebliche Risiken bergen, darunter hohe Verlustgefahren und Suchtpotential. Besonders im Fokus stehen dabei Influencer und Streamer, die mit scheinbar leichten Gewinnen oder manipulierten Spielen Fans auf dubiose Plattformen locken könnten. Die GGL setzt damit ein deutliches Zeichen gegen unerlaubte Werbepraktiken im digitalen Raum.



