Tödliches Baumunglück bei Flensburg: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Ostereiersuche
Baumunglück bei Flensburg: Staatsanwaltschaft ermittelt

Tödliches Baumunglück bei Flensburg: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Ostereiersuche

Ein tragischer Vorfall überschattete das Osterfest in Schleswig-Holstein. Bei einer Ostereiersuche in einem Waldstück bei Flensburg stürzte ein Baum um und erschlug drei Menschen. Die Staatsanwaltschaft hat nun ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände des Unglücks aufzuklären.

Drei Tote und eine Verletzte nach Baumsturz

Am Ostersonntag, dem 6. April 2026, kam es in der Gemeinde Mittelangeln südöstlich von Flensburg zu einem verheerenden Unglück. Ein etwa 30 Meter hoher Baum stürzte um und traf eine Gruppe von Menschen, die sich auf einer Ostereiersuche befanden. Vier Personen wurden eingeklemmt. Eine 21-jährige Mutter, ihre zehn Monate alte Tochter und ein 16-jähriges Mädchen erlagen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen. Eine 18-Jährige wurde ebenfalls verletzt, befindet sich mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zur Ursache

Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, da die genaue Ursache des Baumsturzes noch unklar ist. Ein Sprecher der Polizei betonte, dass man zu diesem Zeitpunkt noch keine verlässlichen Angaben machen könne. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass starke Windböen den Baum möglicherweise zum Umsturz brachten. Die Landesforsten, die für das Waldgebiet verantwortlich sind, wurden über den Vorfall informiert. Es wird untersucht, ob der Baum Vorschäden oder eine Krankheit aufwies.

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Stürmische Wetterbedingungen über Ostern

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) herrschten über das Osterwochenende im Norden Deutschlands stürmische Bedingungen. Am Sonntagvormittag wurden Windböen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde vorhergesagt, in exponierten Lagen sogar vereinzelte Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde, was Windstärke neun entspricht. Der Deutsche Alpenverein warnt auf seiner Webseite vor Tornados, die auch in Deutschland auftreten und starke Bäume wie Zahnstocher umknicken können. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald rät dringend, bei stürmischem Wetter den Wald zu verlassen, da bereits bei mäßigem Wind Äste und Zapfen herunterfallen können, die lebensgefährlich sind.

Gruppe aus Wohneinrichtung suchte Ostereier

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelte es sich bei der betroffenen Gruppe um Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungspersonen einer nahe gelegenen Wohneinrichtung. Insgesamt sollen etwa 50 Personen an der Ostereiersuche im Wäldchen in Satrupholm teilgenommen haben. Nach dem Unglück werden die Betroffenen von Notfallseelsorgern betreut, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei laufen derzeit auf Hochtouren, um alle Details des tragischen Vorfalls zu klären und mögliche Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft abzuleiten.

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