Berliner Nacht der Gewalt: Zwei Messerattacken innerhalb einer Stunde
In einer dramatischen Nacht zu Mittwoch erschütterten zwei brutale Messerattacken die Berliner Stadtteile Moabit und Neukölln. Innerhalb von nur sechzig Minuten wurden mehrere Menschen niedergestochen, was zu einem massiven Polizei- und Rettungseinsatz führte.
Erste Attacke in Neukölln mit schwer verletztem Opfer
Gegen 3 Uhr morgens alarmierten Notrufe die Rettungskräfte nach Berlin-Neukölln. Am Tatort fanden sie einen 31-jährigen Mann mit schweren Stichverletzungen auf dem Gehweg liegend vor. Eine etwa fünfzig Meter lange Blutspur zeugte von der Brutalität der Tat. Das Opfer war aufgrund seiner lebensbedrohlichen Verletzungen zunächst nicht vernehmungsfähig und musste umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Kriminalpolizei sicherte umfassend Spuren am Tatort, während eine Hundertschaft der Polizei intensiv nach der Tatwaffe suchte. Der genaue Tatort und mögliche Täter konnten in den ersten Ermittlungsstunden noch nicht identifiziert werden.
Zweite Messerstecherei in Moabiter Kneipe
Nur eine Stunde später, gegen 4 Uhr morgens, eskalierte die Situation erneut. Diesmal kam es in einer Kneipe im Stadtteil Moabit zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Messern. Bei diesem Vorfall wurden insgesamt vier Personen verletzt: Eine Person erlitt schwere Verletzungen, eine weitere blutete stark am Kopf und an den Händen, während über die Art der Verletzungen bei einer dritten Person zunächst nichts bekannt war.
Eine vierte, vermutlich psychisch labile Person musste ebenfalls vom Rettungsdienst versorgt werden. Die Polizei ermittelt noch intensiv, wer mit wem und aus welchem Grund in Streit geriet. Zwei der vier Verletzten wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Festnahme und Verhöhnung der Polizei
Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot zum zweiten Tatort in Moabit aus. Bei diesem Einsatz nahmen die Beamten einen Mann mit Kopfverband und deutlich sichtbar blutigen Händen fest. Der Beschuldigte soll sich während der Festnahme mehrfach über die Polizisten lustig gemacht haben und ihre Arbeit auf spöttische Weise kommentiert haben.
Die Ermittlungen zu beiden Messerattacken laufen auf Hochtouren. Die Berliner Polizei sucht nach Zusammenhängen zwischen den beiden Vorfällen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung dieser Gewalttaten.



