Massiver Schlag gegen illegalen Haiflossenhandel in Brasilien
Die brasilianische Bundespolizei hat einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen den illegalen Handel mit Haifischflossen erzielt. Bei einer großangelegten Operation wurden mehr als 1,5 Tonnen Haiflossen beschlagnahmt und sieben Personen festgenommen. Die beschlagnahmten Flossen stammen von Haien verschiedener Arten, wobei auch bedrohte Spezies darunter sind, wie die Polizei offiziell mitteilte.
Grausame Finning-Methode und lukrativer Schwarzmarkt
Nach Angaben des Umweltinstituts Inema werden die Flossen durch die sogenannte Finning-Methode gewonnen. Dabei werden den Haien die Flossen abgeschnitten, und die Tiere werden anschließend noch lebend ins Meer zurückgeworfen, wo sie qualvoll verenden. Das brasilianische Recht verbietet den gezielten Fang von Haien sowie die Lagerung, den Transport, die Verarbeitung oder den Handel mit Teilen dieser Tiere ohne entsprechende Genehmigung. Haifischflossen gelten auf dem internationalen Markt als besonders lukrativ, was den illegalen Handel antreibt.
Festnahmen und rechtliche Konsequenzen
Unter den Verdächtigen, die in der Gemeinde Rodelas im Norden des Bundesstaates Bahia festgenommen wurden, befinden sich vier Brasilianer – darunter ein Minderjähriger – sowie drei chinesische Staatsangehörige. Sie müssen sich nun wegen Verbrechen gegen die Tierwelt, qualifizierter Hehlerei und der Beteiligung eines Minderjährigen vor Gericht verantworten. Das beschlagnahmte Material wird derzeit von Umweltbehörden einer detaillierten Analyse unterzogen, um weitere Erkenntnisse über die Herkunft und die betroffenen Arten zu gewinnen.
Diese Operation unterstreicht die entschlossenen Bemühungen Brasiliens, den illegalen Handel mit Wildtierprodukten zu bekämpfen und bedrohte Arten zu schützen. Die Beschlagnahme von über 1,5 Tonnen Haiflossen markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die grausame Finning-Praxis und den damit verbundenen Schwarzmarkt.



