In Seyda ist am Mittwoch der Dachstuhl der ehemaligen Gaststätte „Zur Heide“ in der Jüterboger Straße in Brand geraten. Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an, um die Flammen zu bekämpfen. Das Gebäude ist nach ersten Einschätzungen einsturzgefährdet.
Großaufgebot der Feuerwehren
Gegen 12.56 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Insgesamt sieben Feuerwehren aus dem Raum Jessen, darunter Elster, Gadegast, Gentha, Jessen, Naundorf und Seyda, sowie aus der Nachbarstadt Zahna rückten mit 13 Fahrzeugen aus. Einsatzleiter Tom Lehmann von der Jessener Feuerwehr berichtete, dass der Brand bereits bei der Ausfahrt aus Jessen deutlich zu sehen war. „Es ist gut, dass wir von Zahna einen zweiten Hubsteiger zur Verfügung haben“, so Lehmann. Das Gebäude ist groß: Die ehemalige Gaststätte „Zur Heide“ diente bis etwa zur Jahrtausendwende auch als Tagungsort des Heimatvereins Glücksburger Heide. Derzeit würden dort weitere Wohnungen eingerichtet.
Mieter entdeckt Brand
Einer der ersten, die den Brand bemerkten, war Mieter Holger Kindler. Der 47-Jährige wohnt im oberen Geschoss und sah schwarze Rauchschwaden an seinem Fenster vorbeiziehen. „Mein Festnetztelefon funktionierte nicht mehr“, berichtete Kindler. Er griff zum Handy, um die Feuerwehr zu alarmieren. Gleichzeitig rief ein Nachbar: „Alle raus, es brennt!“ Kindler handelte schnell: „Der Sohn der Nachbarn kam aus der Schule, den habe ich nicht mehr reingelassen. Ich habe mir die Schlüssel geben lassen und den Hund sowie meine zwei Katzen herausgeholt.“
Haus einsturzgefährdet
Einsatzleiter Tom Lehmann schätzte ein, dass nur noch Teile des Dachgebälks vorhanden sind und das Haus einsturzgefährdet ist. Vom Dachstuhl ist nur noch ein Gerippe übrig. Die Polizei beschlagnahmte das Gebäude zur Klärung der Brandursache. Zudem wurde ein Betretungsverbot erlassen. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.



