Tragisches Ende einer Reise: Deutscher Backpacker nach drei Jahren auf Teneriffa tot gefunden
Stolzenau (Niedersachsen) – Nach mehr als drei Jahren des Hoffens und Bangens gibt es nun eine traurige Gewissheit für die Familie und Freunde von Oliver Heise. Der 23-jährige Backpacker aus Niedersachsen ist tot. Sein Bruder Lukas bestätigte die schlimme Nachricht am Karfreitag und teilte sie auf Instagram mit.
Das große Abenteuer endete in einer tiefen Schlucht
Im August 2022 begann Oliver Heise sein großes Abenteuer auf den Kanarischen Inseln. Reisen, die Welt entdecken und Freiheit spüren – das war sein Traum. Doch offenbar verlor der junge Mann kurz nach dem letzten Foto, das er von einer unwegsamen Landschaft auf Teneriffa machte, den Halt. Er stürzte in unwegsamem Gelände bei Igueste de Candelaria in eine tiefe Schlucht.
Laut BILD-Informationen wurden im Februar 2025 die sterblichen Überreste eines Mannes von einem Jäger entdeckt. Die Gebeine waren verkohlt. Dass es sich tatsächlich um Oliver Heise handelt, wurde jedoch erst jetzt durch DNA-Tests bestätigt.
Kein Fremdverschulden – vermutlich ein tragischer Unfall
„DNA-Tests bestätigten jetzt seine Identität. Es deutet nichts auf Fremdverschulden oder Suizid hin. Vermutlich war es ein tragischer Unfall“, erklärt Raban Funk, Rechtsanwalt der Familie. Die Brandspuren an den Überresten stammen offenbar von einem Waldbrand im Sommer 2023, der nach dem Tod des Backpackers in der Schlucht wütete.
Teneriffa bietet abseits der Strände viele spektakuläre Wanderwege, die jedoch auch Gefahren bergen können. Die unwegsame Landschaft, in der Oliver Heise unterwegs war, stellt selbst für erfahrene Wanderer eine Herausforderung dar.
Familie bittet um Zeit zum Trauern und Unterstützung
Sein Bruder Lukas teilte auf Instagram: „Wir brauchen jetzt Zeit zum Trauern.“ Er erinnerte daran, wie sehr Oliver das Leben, das Reisen und die Menschen liebte und wie schwer es sei, „nun einen Abschied zu finden, der diesem Leben gerecht wird“.
Rechtsanwalt Funk macht zudem auf eine finanzielle Belastung für die Familie aufmerksam: „Rückführung und Beisetzung werden nicht von einer Versicherung übernommen. Die Familie ist auf Spenden angewiesen, um Oliver nach Hause zu bringen.“
Die traurige Gewissheit beendet nun eine lange Zeit der Ungewissheit für die Angehörigen. Während die Umstände des Todes geklärt sind, bleibt die Trauer über den Verlust eines jungen Mannes, der voller Leben und Abenteuerlust war.



