Die Güstrower Polizei ermittelt wegen Missbrauchs des Notrufs. Ein bislang unbekannter Anrufer hatte am Montagabend der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock eine heftige Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen in der Werner-Seelenbinder-Straße gemeldet. Laut Polizeiangaben vom Dienstag sollen sich die beiden Kontrahenten auf einem Fußballplatz mit Messern bedroht haben. Während des Telefonats brach die Verbindung ab, und auch Rückrufversuche blieben erfolglos.
Zwei Streifenwagen ausgerückt
Daraufhin eilten zwei Funkwagen des Polizeihauptreviers Güstrow zum angeblichen Tatort. Die dort angetroffenen Personen verhielten sich jedoch friedlich und entspannt. Auch in der Umgebung fanden die Beamten keinerlei Hinweise auf eine tatsächliche Auseinandersetzung. Es handelte sich offenbar um einen Fehlalarm.
Ermittlungen wegen Notrufmissbrauchs
Die Polizei überprüfte die Handynummer des Anrufers und konnte einen Namen zuordnen. Die Person wurde zu Hause jedoch nicht angetroffen. Nun wird wegen des Verdachts des Notrufmissbrauchs gegen Unbekannt ermittelt. Bei einer Verurteilung drohen eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldbuße.
Der unnötige Einsatz band insgesamt vier Polizisten in zwei Fahrzeugen für eine halbe Stunde. Die Polizei wies zudem darauf hin, dass Einsätze bei angeblichen Streitigkeiten mit Messern für die Beamten immer eine hohe psychische Belastung darstellen.



