Tragödie in Pommelsbrunn: Zahnarzt soll Familie und sich selbst getötet haben
Familientragödie in Bayern: Zahnarzt tötet Frau, Tochter und sich

Erschütternde Familientragödie in Oberfranken

In der oberfränkischen Gemeinde Pommelsbrunn hat sich eine unfassbare Tragödie ereignet. Drei Menschen, die nach außen hin als glückliche Familie erschienen, wurden tot aufgefunden. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass der 51-jährige Zahnarzt Dr. Erwin G. seine gleichaltrige Ehefrau Christina, die gemeinsame 10-jährige Tochter und schließlich sich selbst getötet hat.

Ein Bild des Familienglücks

Die öffentliche Wahrnehmung der Familie stand in krassem Gegensatz zu dem, was sich hinter verschlossenen Türen abgespielt haben muss. Ein privates Foto, vermutlich an Fasching aufgenommen, zeigt Vater, Mutter und Tochter in ausgelassener Stimmung. Der Vater trägt eine Kapitänsmütze, während Mutter und Tochter mit aufgemalten Schnurrbärten und Minnie-Maus-Schleifen im Haar albern die Zunge herausstrecken.

Noch bewegender ist eine Geburtstagsanzeige, die Ehefrau und Tochter vor einem Jahr zum 50. Geburtstag des Mediziners in einer Zeitung veröffentlichten: „Heute bist Du 18.250 Tage alt geworden. Ein graues Haar fehlt trotzdem weit und breit. Bleib einfach so verrückt, lustig und liebenswert wie Du bist! Wir lieben Dich.“

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Die schreckliche Entdeckung

Am Sonntagabend gegen 19:35 Uhr rollten zwei Bestattungswagen auf das Grundstück der Familie in Pommelsbrunn. Nach etwa 30 Minuten verließen sie das Anwesen wieder und brachten die drei Leichen zur gerichtsmedizinischen Untersuchung. Eine Zeugin hatte bereits um 11:20 Uhr von außen mindestens eine der Leichen in einem der beiden freistehenden Häuser entdeckt.

Das hintere Gebäude diente als Wohnhaus der Familie, während im vorderen Haus nach Aussagen von Nachbarn eine Zahnarztpraxis entstehen sollte. Bislang behandelte Dr. G. seine Patienten im etwa 30 Kilometer entfernten Vilseck. Der geplante Umzug der Praxis näher zur Familie macht die Tat für die Ermittler noch rätselhafter.

Ein geschätzter Mediziner

Patienten beschreiben den Zahnarzt durchweg positiv. Eine Bewertung im Internet lautet: „Der beste Zahnarzt, den ich je hatte, beruhigend, gelassen, freundlich und für jeden Angstpatienten zu empfehlen!“ Eine andere lobt die „total warme Atmosphäre“ in der Praxis. Interessanterweise finden sich online ausschließlich Bestbewertungen mit der Höchstpunktzahl für den Mediziner.

Seine Ehefrau Christina arbeitete in der Praxis mit und übernahm unter anderem Zahnreinigungen. Nachbarn beschreiben die Familie als unauffällig, erst vor wenigen Jahren in den Ort gezogen.

Viele offene Fragen

Eine eigens eingesetzte Mordkommission ermittelt zu den Hintergründen der Tat. Fest steht bisher, dass keine vierte Person an dem schrecklichen Geschehen beteiligt war. Wie genau Vater, Mutter und Tochter ums Leben kamen, bleibt vorerst unklar. Die Leichen sollen im Laufe der Woche obduziert werden.

Vor dem Haus der Familie haben Nachbarn und Bekannte inzwischen Blumen und Kerzen niedergelegt. Die Tragödie wirft viele Fragen auf und zeigt auf erschreckende Weise, wie wenig wir manchmal von dem wissen, was sich hinter der Fassade scheinbar glücklicher Familien abspielt – selbst in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.

Die Ermittlungen der Polizei stehen noch am Anfang. Für Freunde, Nachbarn und Patienten bleibt die unbegreifliche Frage: Was, um Himmels willen, ist in diesem Haus nur passiert?

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