Ausgerutscht und verhaftet: Ungewöhnlicher Glatteis-Vorfall in Ribnitz-Damgarten
Was mit einem harmlosen Ausrutscher auf eisglattem Gehweg begann, endete für einen 35-jährigen Mann aus Baden-Württemberg unerwartet im Gefängnis. In Ribnitz-Damgarten im Landkreis Vorpommern-Rügen kam es am Montagnachmittag zu diesem außergewöhnlichen Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Bundespolizei auf sich zog.
Bundespolizei hilft nach Sturz – dann folgt die Verhaftung
Die Bundespolizeiinspektion Stralsund berichtet, dass Beamte dem Mann zunächst nach seinem Sturz auf dem vereisten Bürgersteig zu Hilfe eilten. Bei der anschließenden Befragung machte der 35-Jährige jedoch einen verwirrten Eindruck, was die Polizisten veranlasste, nähere Ermittlungen durchzuführen. Dabei stellte sich heraus, dass gegen den Deutschen ein Haftbefehl aus Stuttgart vorlag.
Die Beamten vollstreckten den Haftbefehl umgehend und brachten den Mann direkt in eine Justizvollzugsanstalt. Seit seiner Verurteilung im Jahr 2024 durch das Amtsgericht Stuttgart war der Mann unbekannten Aufenthalts gewesen und hatte sich dem Gericht nicht mehr gestellt.
Hintergrund: Flüchtiger Verurteilter seit 2024 gesucht
Der ungewöhnliche Fall wirft ein Schlaglicht auf die Arbeit der Bundespolizei in Mecklenburg-Vorpommern. Normalerweise führen Ausrutscher auf Glatteis nicht zu Verhaftungen, doch in diesem speziellen Fall verband sich ein alltäglicher Winterunfall mit einer längeren Fahndungsgeschichte.
Die Bundespolizei betont, dass die schnelle Reaktion der Beamten und ihre Aufmerksamkeit bei der Befragung entscheidend waren. Ohne den Ausrutscher auf dem vereisten Bürgersteig wäre der flüchtige Verurteilte möglicherweise weiterhin unentdeckt geblieben, so die implizite Schlussfolgerung der Ermittler.
Der Vorfall zeigt, wie sich polizeiliche Routineeinsätze unerwartet zu bedeutenden Fahndungserfolgen entwickeln können. Für den 35-jährigen Mann aus Baden-Württemberg bedeutete der winterliche Sturz das Ende seiner Flucht vor der Justiz.



