Haftbefehl wegen Totschlags: Mann (67) rief selbst die Polizei
Haftbefehl: Mann (67) rief selbst Polizei nach Tod

Frechen (NRW) – Ein 67-jähriger Mann aus Frechen sitzt in Untersuchungshaft, weil er seine Lebensgefährtin getötet haben soll. Stephan S. hatte am vergangenen Mittwoch gegen 13.30 Uhr selbst die Polizei alarmiert. Die Rettungskräfte fanden die 58-jährige Frau schwer verletzt in der gemeinsamen Wohnung. Trotz sofortiger Einlieferung in eine Klinik erlag sie ihren Verletzungen.

Ehemaliger Bahnmitarbeiter unter Tatverdacht

Die Polizei ermittelt gegen den ehemaligen Bahnmitarbeiter wegen dringenden Tatverdachts des Totschlags. Ein Richter erließ Haftbefehl, Stephan S. befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Köln hat eine Mordkommission eingerichtet und sicherte Spuren am Tatort. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, um die genaue Todesursache zu klären.

Frühere Polizeieinsätze in der Wohnung

Es war nicht der erste Einsatz bei Stephan S. in Nordrhein-Westfalen. Bereits zuvor soll die Polizei zu der Wohnung gerufen worden sein, in die die Lebensgefährtin eingezogen war. Die Frau war zwischenzeitlich ausgezogen, kehrte aber schließlich zurück.

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Schweigerecht und Tatmotiv

Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer erklärte: „Der Beschuldigte hat vor dem Ermittlungsrichter von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Ihm wird vorgeworfen, seine offenbar psychisch erkrankte Lebensgefährtin auf deren Verlangen getötet zu haben, wobei ernsthafte Zweifel daran bestehen, dass die Frau aufgrund ihrer Erkrankung in der Lage war, die Tragweite ihrer Entscheidung zu erkennen.“ Bremer fügte hinzu, dass er mit Blick auf diesen sensiblen Bereich privater Angelegenheiten keine weiteren Auskünfte zur Tatausführung geben werde.

Die Ermittlungen zur Tatmotivation dauern an. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

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