Skandal in Weymouth: Umweltaktivistin entführt Flusskrebs aus Restaurant
Im britischen Weymouth sorgt ein ungewöhnlicher Fall von Tierbefreiung für Aufsehen. Die Umweltaktivistin und Meeresbiologin Emma Smart entwendete im April 2025 einen Flusskrebs aus dem Fischrestaurant „Catch at the Old Fish Market“ und warf ihn ins Hafenbecken. Das Tier überlebte den Vorfall vermutlich nicht. Das Amtsgericht verurteilte Smart nun wegen Sachbeschädigung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe und untersagte ihr, sich dem Restaurant zu nähern.
Die Tatnacht im April 2025
Überwachungskameras zeigen, wie Smart das Restaurant betritt, einen Flusskrebs aus einem Wasserbecken greift und trotz der Versuche von Mitarbeitern, sie aufzuhalten, zum Hafen eilt. Dort schleuderte sie das Tier „wie einen Cricketball“ ins Wasser. Restaurantbesitzer Sean Cooper erklärte, die beiden Krebse namens Ronnie und Reggie seien nicht zum Verzehr bestimmt gewesen, sondern dienten als Attraktion für Kinder. Sie lebten seit Jahren in dem Aquarium.
Rechtfertigung der Aktivistin
Smart bezeichnete ihre Aktion auf Facebook als „Ausbruch aus dem Krustentiergefängnis“ und sprach von einer „gütigen Tat“. Sie sei an einem „düsteren Tiefpunkt“ gewesen und habe unter Mobbing am Arbeitsplatz gelitten. Die Anklage nannte sie lächerlich und eine „Hexenjagd“. Sie sehe die Tat als kleinen Sieg gegen ein System, das die Ozeane zerstöre.
Tragisches Ende für die Krebse
Cooper zufolge starb der entführte Krebs wahrscheinlich an einem Temperaturschock, da das Hafenwasser zu kalt war. Der zweite Krebs, Reggie, sei kurz darauf vor Einsamkeit gestorben. Der Fall zeigt, dass gut gemeinte Aktionen oft fatale Folgen haben können. Die Geschichte von Ronnie und Reggie endete tragisch – für alle Beteiligten.



