Blutige Auseinandersetzung in Gemeinschaftsunterkunft endet tödlich
Sechs Monate nach einem gewaltsamen Vorfall in Güstrow steht derzeit ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan vor dem Landgericht in Rostock vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten schwerwiegende Verbrechen vor, darunter Totschlag, versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung. Bisher hat sich der Beschuldigte zu den Vorwürfen nicht geäußert, wie eine Sprecherin des Landgerichts bestätigte.
Tatablauf in der Gemeinschaftsküche
Die tragischen Ereignisse fanden am 26. August 2025 in der Gemeinschaftsküche einer Asylbewerberunterkunft in Güstrow statt. Nach bisherigen Ermittlungen gerieten drei afghanische Männer aus noch ungeklärten Gründen in einen heftigen Streit. Der 23-jährige Angeklagte soll zunächst einen 29-jährigen Landsmann mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt haben.
Im Anschluss daran griff der mutmaßliche Täter einen weiteren Bewohner an, einen 25-jährigen Mann, den er mit mehreren Messerstichen tödlich verletzte. Der 23-Jährige konnte noch am Tatort festgenommen werden und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Der schwer verletzte 29-jährige Mann überlebte die Attacke knapp.
Prozessverlauf und mögliche Strafminderung
Zu Beginn des Gerichtsverfahrens wurde zunächst die Anklageschrift verlesen. Seither fanden mehrere Rechtsgespräche zwischen allen Beteiligten statt, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen. Dem Angeklagten wurde dabei ein bestimmtes Strafmaß in Aussicht gestellt, falls er ein Geständnis ablegt.
Ob es zu einem solchen Geständnis kommt, soll sich bei der nächsten Verhandlung am 24. Februar zeigen. Insgesamt sind bis zum 13. März vier weitere Prozesstermine angesetzt. Dem Beschuldigten droht bei einer Verurteilung eine langjährige Freiheitsstrafe.
Die genauen Motive für die brutale Tat bleiben weiterhin unklar. Die Ermittlungen und der Prozess sollen nun Licht in diesen tragischen Vorfall bringen, der die Gemeinschaft in Güstrow erschüttert hat.



