Neun Tote bei Grubenunglück in Kolumbien
Neun Tote bei Minenexplosion in Kolumbien

Bei einem schweren Grubenunglück im Zentrum Kolumbiens sind neun Bergleute ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in einer Kohlemine in der Gemeinde Sutatausa, etwa 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bogotá. Die Nationale Bergbaubehörde (ANM) bestätigte am Montag, dass sechs weitere Arbeiter lebend aus der Mine gerettet werden konnten. Sie erlitten Verletzungen und wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo sie medizinisch versorgt werden.

Explosion im Inneren der Mine

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden wurde das Unglück durch eine Explosion im Inneren der Mine ausgelöst. Die genaue Ursache wird noch ermittelt, doch es gibt Hinweise auf eine Ansammlung von Methangas und Kohlestaub. Bereits Anfang April hatte eine Inspektion der Mine Sicherheitsmängel zutage gefördert. Die Bergbaubehörde warnte damals ausdrücklich vor den Gefahren durch explosive Gas- und Staubgemische und empfahl Maßnahmen zur Verbesserung der Belüftung und Sicherheit.

Behörde kündigt verstärkte Kontrollen an

Die ANM kündigte an, die Aufsicht über den Bergbau in der Region weiter zu verstärken. „Wir werden die Sicherheitsvorschriften verschärfen und regelmäßige Kontrollen durchführen, um solche Tragödien zu verhindern“, erklärte ein Sprecher. In Kohleminen kann es durch unzureichende Belüftung schnell zur Bildung explosiver Gemische kommen. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da die Mine teilweise eingestürzt war. Die Behörden arbeiten nun daran, die genauen Umstände des Unglücks zu klären und die Sicherheitsstandards im kolumbianischen Bergbau zu überprüfen.

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