Polizei sucht Zeugen nach Drohung mit Schreckschusswaffe in Rostock
Ein alkoholisierter Mann hat am Sonntagabend im Rostocker Stadtteil Lütten Klein für einen Polizeieinsatz gesorgt, nachdem er mehrere Personen mit einer am Hosenbund getragenen Waffe bedroht haben soll. Die Einsatzkräfte konnten den 63-jährigen Tatverdächtigen schnell überwältigen und vorläufig festnehmen. Nun bittet die Rostocker Polizei um Mithilfe der Bevölkerung und sucht gezielt nach weiteren Zeugen sowie möglichen Betroffenen des Vorfalls.
Eskalation in der Rigaer Straße
Nach aktuellen Ermittlungserkenntnissen sprach der alkoholisierte Mann in der Rigaer Straße zunächst mehrere Passanten an und beschwerte sich lautstark über wiederholt gezündete Böller. In diesem Zusammenhang soll der 63-Jährige zuvor bereits mehrere Jugendliche verfolgt haben. Die Situation eskalierte weiter, als der Tatverdächtige zwei unbeteiligte junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren vor einem Imbiss aufforderte, sich auf den Boden zu legen. Dabei zeigte er ihnen deutlich eine Waffe, die sich in einem Holster an seinem Hosenbund befand.
Schnelle Festnahme durch die Polizei
Als umstehende Personen den Mann auf sein bedrohliches Verhalten ansprachen, entfernte er sich zunächst in Richtung Warnowallee. Die alarmierten Polizeibeamten konnten den Tatverdächtigen jedoch schnell im Nahbereich antreffen und zur Stelle sein. Bei der Festnahme wurde der 63-Jährige zu Boden gebracht und gefesselt. Ein anschließender Atemalkoholtest ergab einen beeindruckenden Wert von 2,2 Promille. Bei der sichergestellten Waffe handelte es sich nach polizeilichen Angaben um eine Schreckschusspistole.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Gegen den alkoholisierten Mann wurden umgehend Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Nötigung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Polizei betont die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe und untersucht den Vorfall mit aller Gründlichkeit. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Aufklärung des gesamten Tatverlaufs und der Identifizierung aller beteiligten Personen.
Appell an Zeugen und Betroffene
Die Rostocker Polizei richtet einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: Gesucht werden insbesondere die beiden bislang unbekannten Jugendlichen, die von dem Tatverdächtigen verfolgt worden sein sollen. Aber auch alle anderen Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder weitere Informationen besitzen, werden gebeten, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Rostock unter der Telefonnummer 0381/49161616, über die Onlinewache oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Die Polizei versichert, dass alle Meldungen vertraulich behandelt werden und für die vollständige Aufklärung des Vorfalls von entscheidender Bedeutung sein können. Der Vorfall unterstreicht erneut die Bedeutung von Wachsamkeit in der Bevölkerung und die Notwendigkeit, verdächtige Situationen umgehend der Polizei zu melden.



