Polizei zieht Dienstwaffe bei Drogenkontrolle: Drei Jugendliche mit Spielzeugpistolen in Münchner Tiefgarage gestellt
Polizei zieht Dienstwaffe in Münchner Tiefgarage bei Kontrolle

Gefährliche Szene in Münchner Altstadt: Polizist zieht Dienstwaffe bei Konfrontation mit Jugendlichen

Ein routinemäßiger Einsatz in der Münchner Innenstadt entwickelte sich am Mittwochabend zu einer hochdramatischen Situation, die beinahe in einem polizeilichen Schusswaffengebrauch geendet hätte. Beamte des Altstadtreviers (PI 11) führten eine Drogenkontrolle in der weitläufigen Tiefgarage an der Herzog-Wilhelm-Straße hinter dem Stachus durch, einem bekannten Treffpunkt für Drogenkonsumenten und Dealer.

Konfrontation auf Parkdeck: Jugendlicher zögert bei Polizeiaufforderung

Während der Kontrolle stießen die Polizisten auf drei junge Männer im Alter von 16, 17 und 19 Jahren. Der 17-Jährige hielt eine Pistole in der Hand, woraufhin die Beamten ihn sofort aufforderten, die Waffe fallen zu lassen. Laut Polizeiangaben zögerte der Jugendliche gefährlich lange, bevor er der Aufforderung nachkam. Erst als ein Polizeibeamter seine Dienstwaffe zog, auf den Jugendlichen richtete und ihn erneut zur Aufgabe der Waffe aufforderte, reagierte dieser.

„Das könnte im Extremfall schnell zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch führen, das ist eine sehr gefährliche Situation“, erklärte ein Polizeisprecher am Karfreitag im Nachgang zu dem Vorfall.

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Überraschende Wendung: Waffen entpuppen sich als Spielzeug

Bei der anschließenden Durchsuchung der drei Verdächtigen stellte sich heraus, dass es sich bei der Pistole lediglich um ein Spielzeug handelte. Die Polizisten fanden eine weitere Spielzeugpistole sowie ein Multifunktionsmesser. Die Jugendlichen stehen im dringenden Verdacht, in verschiedenen Geschäften etwa 50 Jacken, T-Shirts und andere Kleidungsstücke gestohlen zu haben. Zum Zeitpunkt des polizeilichen Zugriffs waren sie offenbar gerade dabei, die Diebstahlsicherungen von den gestohlenen Waren zu entfernen.

Hintergrund der Verdächtigen und weitere Ermittlungen

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich nach Polizeiangaben um:

  • Einen 17-jährigen Jordanier mit Wohnsitz in einer Münchner Unterkunft
  • Einen 19-jährigen Jemeniten, der in einer Unterkunft im Landkreis Dachau lebt
  • Einen 16-jährigen Syrer mit Wohnsitz in einer Unterkunft im Landkreis Ebersberg

Das Trio wurde wegen Ladendiebstahls mit Waffen angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Kommissariat 56 hat die weiteren Ermittlungen übernommen und versucht nun, die sichergestellten Kleidungsstücke einzelnen Tatorten und Diebstählen zuzuordnen.

Die Tiefgarage in der Herzog-Wilhelm-Straße, die ein labyrinthartiges Gangsystem umfasst, bleibt weiterhin im Fokus der Polizei, da sie sich als beliebter Treffpunkt für kriminelle Aktivitäten erwiesen hat.

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