Verfolgungsjagd in München: Porschefahrer flüchtet vor Polizei und verursacht Unfall
Ein turbulenter Einsatz beschäftigte die Münchner Polizei am Karfreitag-Nachmittag. Gegen 14:30 Uhr meldeten mehrere Zeugen über den Polizeinotruf, dass ein Mann in einem Porsche auf der Hermann-Lingg-Straße unterwegs sei, nachdem er vermutlich Betäubungsmittel konsumiert habe. Eine Streife rückte aus und traf den besagten Porsche in Fahrtrichtung Bavariaring an.
Flucht durch das Bahnhofsviertel
Die Beamten wollten den Fahrer anhalten und kontrollieren, doch dieser ignorierte die Anhalte-Signale und gab stattdessen Gas. Mit Blaulicht und Martinshorn verfolgten die Polizisten den Flüchtenden durch das Bahnhofsviertel. Deutlich zu schnell und im Zickzack-Kurs bog der Porschefahrer an der Kreuzung zur Schwanthalerstraße nach rechts und dann nach links ab, um auf die Bayerstraße zu gelangen.
Er missachtete dabei die Verkehrsregelungen, fuhr über rote Ampeln und gefährdete so andere Verkehrsteilnehmer, wie die Polizei in ihrer Mitteilung vom Ostermontag mitteilte. Im weiteren Verlauf streifte er einen entgegenkommenden BMW, setzte seine Flucht aber unbeirrt in Richtung Landsberger Straße fort.
Unfall mit Toyota und Absperrbake
Auf Höhe der Landsberger Straße 35 kollidierte der Porsche schließlich mit einem entgegenkommenden Toyota sowie einer Absperrbake. Durch den Zusammenstoß platzte ein Hinterreifen des Sportwagens, wodurch er zum Stehen kam. Jetzt konnten die Beamten den Fahrer festnehmen.
Bei dem 43-Jährigen handelt es sich um einen Deutsch-Rumänen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Mit ihm im Fahrzeug saß eine 29-jährige nigerianische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in München als Beifahrerin. Verletzt wurde durch den Verkehrsunfall niemand, doch an allen beteiligten Fahrzeugen sowie an der Absperrbake entstand Sachschaden.
Drogeneinfluss und Ermittlungen
Vor Ort erhärtete sich der Verdacht, dass der 43-Jährige unter dem Einfluss von Kokain stand. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, deren Ergebnisse am Ostermontag noch ausstanden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen.
Die Münchner Verkehrspolizei ermittelt nun gegen ihn wegen einer ganzen Reihe von Tatbeständen. Dazu zählen insbesondere Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenes Kraftfahrzeugrennen, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Suche nach Zeugen und Geschädigten
Die Polizei sucht weitere Zeugen und Geschädigte. Wer sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen kann oder durch die Fahrweise des Flüchtigen behindert oder gefährdet wurde, soll sich mit dem Unfallkommando unter der Telefonnummer 089/6216 3322 in Verbindung setzen.
Der Vorfall unterstreicht die Risiken von Drogenkonsum im Straßenverkehr und die Gefahren, die von rücksichtslosen Fluchtfahrten ausgehen. Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei auf weitere Informationen aus der Bevölkerung hofft.



