Prozess um Tonnenweise Marihuana in Kokosnuss-Lieferung beginnt in Berlin
Prozess um Marihuana in Kokosnuss-Lieferung startet

Prozess um tonnenweise Marihuana in Kokosnuss-Lieferung beginnt in Berlin

Rund ein halbes Jahr nach dem spektakulären Fund von mehr als einer Tonne Marihuana in einer Kokosnuss-Lieferung hat der Prozess gegen fünf Männer vor dem Berliner Landgericht begonnen. Die Angeklagten, darunter ein 69-jähriger mutmaßlicher Drahtzieher, müssen sich wegen Drogenschmuggels verantworten. Die Fracht war im Oktober 2025 im Hamburger Hafen angekommen und sollte nach Berlin transportiert werden.

Zollbeamte tauschen Drogen gegen Sandsäcke aus

Bei einer Routinekontrolle von Seecontainern im Hamburger Hafen entdeckten Zollbeamte verdächtige Pakete in der Lieferung. Es handelte sich um 2.100 Kartons, von denen 530 nicht mit Kokosnüssen, sondern mit Marihuana gefüllt waren. Insgesamt wurden 1.182 Kilogramm der Droge sichergestellt. In einem cleveren Schachzug entfernten die Beamten die Drogen und ersetzten sie durch Sandsäcke im gleichen Gewicht, um die weitere Verfolgung zu ermöglichen.

Der Container wurde anschließend per Lastkraftwagen abgeholt und nach Berlin transportiert. Spezialeinheiten der Polizei verfolgten die Fracht bis zu einem Gewerbegrundstück in Berlin-Spandau, wo vier Männer die Lieferung erwarteten. Diese sollten die Drogen abladen und in eine angemietete Lagerhalle bringen.

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Geständnisse und mutmaßlicher Drahtzieher

Der 69-jährige Hauptangeklagte gilt laut Anklage als Drahtzieher des Schmuggels. Er soll die Fracht, die von Thailand zum Hamburger Hafen und dann weiter nach Berlin ging, bestellt haben. Ihm wird gemeinschaftlicher Handel mit Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen. Die Mitangeklagten, im Alter von 36 bis 41 Jahren, werden der Beihilfe beschuldigt.

Drei der Angeklagten gestanden zu Prozessbeginn. Sie erklärten, für einen Lohn von jeweils 5.000 Euro für das Entladen der Fracht angeheuert worden zu sein. „Ein verlockendes Angebot, das wir leider nicht abgelehnt haben“, sagte ein 38-Jähriger vor Gericht. Die fünf Männer wurden am 3. November festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Weitere Verhandlungstage geplant

Der Verteidiger des 69-Jährigen kündigte an, dass eine Aussage seines Mandanten geplant sei. Der Prozess, der wegen Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz geführt wird, umfasst vier weitere Verhandlungstage bis zum 27. Mai. Die Ermittlungen und die gerichtliche Aufarbeitung dieses Falls unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, den internationalen Drogenschmuggel zu bekämpfen.

Dieser Vorfall zeigt, wie kreativ Schmuggler vorgehen, um illegale Substanzen zu transportieren, und wie effektiv Zoll und Polizei zusammenarbeiten, um solche Machenschaften aufzudecken. Die weitere Entwicklung des Prozesses wird mit Spannung erwartet.

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