Erpressungsversuch mit Rattengift in Babynahrung: Hipp-Gläschen betroffen
In einem beunruhigenden Fall von Lebensmittelkriminalität wird der renommierte Babynahrungshersteller Hipp aktuell erpresst. Unbekannte Täter haben mit der Manipulation von Babykost-Gläschen gedroht und dabei speziell Rattengift als Mittel genannt. Die österreichische Polizei ermittelt mit Hochdruck, während das Unternehmen vorsorglich sein gesamtes Sortiment bei der Supermarktkette Spar in Österreich zurückgerufen hat.
Drei Supermärkte in zwei Ländern betroffen
Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) sind von der mutmaßlichen Manipulation drei Supermärkte betroffen: eine Spar-Filiale in Eisenstadt im Bundesland Burgenland sowie zwei Tesco-Filialen in Tschechien. Die Ages bestätigte am Samstagabend den Verdacht, dass einzelne Gläser des Produkts Hipp Gemüsegläschen „Karotte mit Kartoffel“ (190 Gramm) mit Rattengift versetzt worden sein könnten.
Ein Sprecher von Hipp hatte zuvor von einem „externen kriminellen Eingriff“ gesprochen und eindringlich gewarnt: „Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein.“ Die Supermarktkette Spar reagierte umgehend und entfernte zwischen Freitag und Samstag alle Hipp-Gläschen aus ihren Regalen.
So erkennen Eltern manipulierte Produkte
Die mutmaßlich manipulierten Gläschen sollen laut Ermittlungsbehörden mit einem weißen Aufkleber und einem roten Kreis gekennzeichnet worden sein. Die Polizei betont jedoch, dass unter den bereits aus den Regalen genommenen Gläschen in Österreich bisher kein manipuliertes Produkt gefunden wurde. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass vor der Räumung bereits manipulierte Gläser verkauft wurden.
Aus diesem Grund appellieren die Behörden an alle Eltern:
- Ungenutzte Hipp-Gläschen in den Supermarkt zurückbringen
- Bei verdächtigen Auffälligkeiten sofort die Polizei kontaktieren
- Potenzielle Beweismittel für die Ermittlungen sichern
Intensive Ermittlungen laufen
Die Polizei im Bundesland Burgenland hat ihre Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise können unter der Telefonnummer +43 5913310-3333 gemeldet werden. Die Kriminalpolizei geht von einem gezielten Erpressungsversuch aus, bei dem die Täter bewusst die Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern gefährden.
Die Ages betonte in ihrer Stellungnahme, dass es sich nach aktuellem Ermittlungsstand um einen isolierten Vorfall handelt, der jedoch mit aller Entschlossenheit verfolgt wird. Die Sicherheit von Babynahrung steht bei diesem Fall im absoluten Mittelpunkt der Ermittlungen.



