Chemnitz - Nach dem Versprühen einer reizenden Substanz in einer Schule in Chemnitz sind zwei Jugendliche ins Visier der Ermittler geraten. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei 15-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Hintergründe der Tat
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag in einer noch nicht näher genannten Schule in Chemnitz. Bislang ist unklar, um welche Substanz es sich genau handelte und wie die Jugendlichen an das Reizgas gelangten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.
Opfer und medizinische Versorgung
Insgesamt erlitten 55 Menschen Augen- oder Atemwegsreizungen. Die meisten von ihnen - darunter auch zwei Lehrkräfte - wurden noch in der Schule medizinisch versorgt. Acht Schüler im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren mussten zur weiteren Behandlung und Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Ihr Zustand ist nach Angaben der Behörden stabil.
Reaktionen und Folgen
Der Vorfall hat an der Schule für große Bestürzung gesorgt. Die Schulleitung kündigte an, dass die betroffenen Schüler und Lehrer psychologische Betreuung erhalten sollen. Die Polizei prüft derzeit, ob es sich um eine gezielte Attacke oder einen unüberlegten Streich handelte. Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen, aber wieder auf freien Fuß gesetzt, da keine Fluchtgefahr besteht.
Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat die Ermittlungen übernommen. Die Jugendlichen müssen mit einer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen. Das Strafmaß für Jugendliche in solchen Fällen kann von Sozialstunden bis hin zu einer Haftstrafe in einer Jugendstrafanstalt reichen.



