Flughafen Nürnberg: Rentner vergisst 16,5 Kilo Kokain auf Gepäckband
Rentner vergisst 16,5 Kilo Kokain am Flughafen Nürnberg

Spektakulärer Drogenfund am Flughafen Nürnberg

Ein 72-jähriger Spanier hat am Flughafen Nürnberg „Albrecht Dürer“ einen Reisekoffer mit 16,5 Kilogramm Kokain auf dem Gepäckband zurückgelassen. Das Gepäckstück fiel zunächst den Mitarbeitern der Gepäckermittlung auf, da es nach der Ankunft aus Ecuador nicht abgeholt wurde. Sie übergaben den verdächtigen Koffer umgehend dem Zoll.

Röntgenkontrolle bringt Brisanz ans Licht

Eine anschließende Röntgenuntersuchung durch den Zoll lieferte ein klares Bild: Im Inneren des Koffers befanden sich mehrere auffällige Pakete. Bei der Öffnung bestätigte sich der Verdacht. „Der Inhalt bestand ausschließlich aus in Ziegel gepresstem Kokain“, teilte das Zollfahndungsamt München mit. Die Drogenmenge hat einen erheblichen Straßenverkaufswert.

Reiseroute des mutmaßlichen Schmugglers

Aus den ausgewerteten Fluggastdaten ging hervor, dass der 72-Jährige den Koffer am 30. November des vergangenen Jahres in Guayaquil, Ecuador, aufgegeben hatte. Sein Ziel war Nürnberg in Bayern. Aus bislang ungeklärten Gründen ließ er das Gepäckstück jedoch auf dem Gepäckband liegen und reiste ohne es weiter. Einen Tag später flog er nach Barcelona in Spanien.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Von Barcelona aus kontaktierte der Senior die Fluggesellschaft und bat darum, den in Nürnberg vergessenen Koffer nachsenden zu lassen. Dieser Schritt erwies sich als fataler Fehler, da die Behörden bereits alarmiert waren.

Festnahme in Barcelona

Als der Mann den Koffer schließlich am 9. Dezember 2025 in Barcelona in Empfang nehmen wollte, griffen die vor Ort eingeschalteten Polizeibehörden zu. Der mutmaßliche Drogenschmuggler wurde festgenommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte das Zollfahndungsamt München den spektakulären Fund erst jetzt öffentlich.

Bei der sichergestellten Menge handelt es sich um den größten Kokainfund am Flughafen Nürnberg seit zwei Jahrzehnten. Der Fall unterstreicht die intensive Arbeit der Zollfahndung bei der Bekämpfung des internationalen Drogenschmuggels. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen Komplizen dauern an.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration