Schmuggel am BER: 8 Kilo Kaviar im Handgepäck entdeckt
Eine 38-jährige Moldauerin sorgte am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) für eine ungewöhnliche Entdeckung. Bei ihrer Einreise führte sie im Handgepäck 60 Schraubgläser mit schwarzem Kaviar vom Stör mit sich. Das Gesamtgewicht betrug acht Kilogramm. Der Potsdamer Zoll griff ein und beschlagnahmte die gesamte Menge.
Keine Kennzeichnung und keine Dokumente
Die Gläser trugen keinerlei Kennzeichnung, und die Frau konnte keine erforderlichen Dokumente vorlegen. Auf Nachfrage der Zöllner erklärte die 38-Jährige, der Kaviar sei ein Geschenk gewesen. Sie könne daher keinen Wert nennen. Die Ware sei für den Eigenbedarf bestimmt. Ihre Begründung: In Russland werde aktuell Ostern gefeiert, an den Feiertagen serviere man traditionell Kuchen oder Kaviar.
Artenschutzvorschriften missachtet
Doch diese Erklärung half der Schmugglerin nicht weiter. Kaviar von Störfischen ist ein geschütztes Produkt, das strengen internationalen Handels- und Einfuhrbestimmungen unterliegt. Ohne die nötigen Papiere drohen der Frau nun rechtliche Konsequenzen wegen eines Verstoßes gegen geltende Artenschutzvorschriften. Der Zoll leitete ein Verfahren ein.



