Grausiger Fund in Frankreich: Zwei Babyleichen seit Jahren in Tiefkühltruhe
Ein schockierender Fall von mutmaßlicher Kindstötung erschüttert derzeit Frankreich. Im Osten des Landes wurden zwei tote Babys in einem Gefrierschrank aufgefunden, wo sie seit vielen Jahren eingefroren waren. Die Staatsanwaltschaft in Besançon bestätigte am Donnerstag die Festnahme der 50-jährigen Mutter, die ein umfassendes Geständnis ablegte.
Mutter gesteht heimliche Geburten und Einfrieren der Kinder
Die Frau gab laut Ermittlungsbehörden zu, dass sie die beiden Schwangerschaften vor ihrer gesamten Familie und ihrem Freundeskreis erfolgreich verborgen hatte. Anschließend brachte sie die Kinder heimlich in ihrem Zuhause zur Welt. Unmittelbar nach den Geburten in den Jahren 2011 und 2018 legte sie die Säuglinge in den Gefrierschrank ihres Hauses in Aillevillers-et-Lyaumont, wo sie bis zu ihrer Entdeckung verblieben.
Die grausige Entdeckung erfolgte am Dienstag, als ein Familienmitglied zufällig eine der Babyleichen in der Tiefkühltruhe fand und sofort die Polizei alarmierte. Bei ihrem Eintreffen entdeckten die Beamten die Leiche des zweiten Säuglings, was die Ermittlungen sofort intensivierte.
Flucht der Mutter und Festnahme in Paris
Der Verdacht richtete sich schnell gegen die Mutter, die das Haus bereits im Dezember ohne jede Vorwarnung verlassen hatte. Sie ließ dabei fünf ihrer lebenden Kinder sowie den Vater von vier dieser Kinder zurück, ohne jemals wieder Kontakt aufzunehmen oder zurückzukehren. Die flüchtige Frau wurde schließlich am Mittwoch im Pariser Vorort Boulogne-Billancourt von den Ermittlern aufgespürt und festgenommen.
Jean-Claude Tramesel, der Bürgermeister von Aillevillers-et-Lyaumont, zeigte sich zutiefst entsetzt über den grauenvollen Fund. "Wir sind fassungslos und können dieses schreckliche Geschehen kaum begreifen", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das betroffene Paar habe seit etwa zwei Jahrzehnten in der Gemeinde gelebt, jedoch nie dort gearbeitet oder besondere Aufmerksamkeit erregt.
Traurige Parallelen zu ähnlichen Fällen
Leider handelt es sich bei diesem schockierenden Vorfall nicht um einen Einzelfall. Bereits Ende des Jahres 2025 verurteilte das Landgericht Fulda eine polnische Frau zu sechs Jahren Haft wegen Kindstötung. In diesem Fall hatte die Angeklagte ihr Neugeborenes im Sommer 2022 in einer öffentlichen Toilette in Bad Hersfeld getötet und die Leiche anschließend in einer Einkaufstüte versteckt. Im Februar 2025 wurde der tote Säugling dann von Nachbarn in einer Gefriertruhe entdeckt, was erschreckende Ähnlichkeiten zum aktuellen Fall in Frankreich aufweist.
Die französischen Ermittler arbeiten nun mit Hochdruck daran, alle Umstände der beiden Todesfälle vollständig aufzuklären. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, warum die Mutter ihre Schwangerschaften jahrelang geheim halten konnte und welche psychologischen Faktoren zu dieser tragischen Entscheidung führten. Die fünf zurückgelassenen Kinder befinden sich inzwischen in behördlicher Obhut und erhalten psychologische Betreuung.



