Weiterer Verdächtiger nach spektakulärem Berliner Tresor-Einbruch gefasst
Mehr als drei Jahre nach einem der spektakulärsten Einbrüche der Berliner Kriminalgeschichte hat die Polizei einen weiteren mutmaßlichen Täter festgenommen. Der 38-Jährige wurde am Mittwochmittag am Hauptstadtflughafen BER bei der Einreise aus Ankara kontrolliert und anschließend in Gewahrsam genommen.
Die Tat: 295 Schließfächer geknackt und Millionenbeute erbeutet
Der Einbruch ereignete sich am 19. November 2022 in einer Tresoranlage in der Fasanenstraße im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Die Täter knackten ungestört 295 Schließfächer und erbeuteten Schmuck, Gold und Uhren im Gesamtwert von rund 18 Millionen Euro. Um mögliche Spuren zu vernichten, legten die Einbrecher anschließend Feuer in dem Tresorraum. Die Beute ist bis heute verschwunden.
Bisherige Verurteilungen und Clan-Hintergründe
Im Jahr 2024 wurden bereits vier Männer im Alter zwischen 26 und 53 Jahren für ihre Beteiligung an dem Einbruch verurteilt. Die Haftstrafen reichten von dreieinhalb bis acht Jahren. Die Angeklagten wurden unter anderem des Diebstahls mit Waffen oder der Beihilfe dazu für schuldig befunden. Ein fünfter Angeklagter wurde freigesprochen.
Mehrere der Verurteilten werden von der Staatsanwaltschaft dem Clan-Milieu zugerechnet. Zudem wurde der damalige Geschäftsführer der Tresoranlage mitangeklagt und ebenfalls verurteilt.
Neuer Verdächtiger in Untersuchungshaft
Der nun festgenommene 38-Jährige war mit einem Haftbefehl gesucht worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er an dem Einbruch beteiligt gewesen sein. Eine Haftrichterin hat den bestehenden Haftbefehl in Vollzug gesetzt, sodass der Mann sich derzeit in Untersuchungshaft im Gefängnis Moabit befindet.
Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an, insbesondere die Suche nach der verschwundenen Millionenbeute bleibt weiterhin ein zentraler Aspekt der Ermittlungsarbeit.



