Uckermark: Polizei stoppt Drogenfahrer - Trotz Verbot dreist weitergefahren
In der brandenburgischen Uckermark haben Polizeibeamte zwei Autofahrer unter dem Einfluss von Drogen gestoppt. Besonders dreist zeigte sich ein 40-jähriger Mann, der sich trotz ausdrücklichem Fahrverbot kurze Zeit später erneut ans Steuer setzte und erneut kontrolliert wurde. Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren.
Erster Vorfall in Prenzlauer Siedlungsstraße
Am Sonntag, dem 19. April 2026, stoppten Polizisten während einer routinemäßigen Verkehrskontrolle in der Prenzlauer Siedlungsstraße einen Pkw Dacia. „Der Fahrer wirkte nicht nüchtern. Ein Drogenschnelltest war positiv“, bestätigte die Polizeidirektion Ost in Frankfurt an der Oder. Der 40-Jährige musste daraufhin im Krankenhaus eine Blutprobe abgeben, die den Verdacht wissenschaftlich untermauern soll.
Trotz Verbot erneut ans Steuer
Nach der ersten Kontrolle untersagten die Beamten dem Mann ausdrücklich die Weiterfahrt. Dass er sich kurze Zeit später dennoch wieder ans Steuer setzen würde, hätten sie nicht gedacht, so die Polizei. Eine Streife bemerkte das Fahrzeug jedoch erneut und kontrollierte es abermals. Der Fahrer musste die Autoschlüssel abgeben und sich einer zweiten Blutentnahme im Krankenhaus unterziehen.
Zweiter Fall in Dobberzin
Bereits am Vortag, dem 18. April, hatten Polizisten im Angermünder Ortsteil Dobberzin einen Audi mit Berliner Kennzeichen angehalten. Am Steuer saß ein 38-Jähriger, der nicht nur ohne Fahrerlaubnis unterwegs war, sondern ebenfalls unter Drogeneinfluss stand. „Der Drogenschnelltest fiel positiv aus und erhärtete den Verdacht“, teilte die Polizei mit. Der Mann ist den Behörden bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt.
Weitere Ermittlungen laufen
In beiden Fällen folgen nun umfangreiche Ermittlungen. Die Auswertung der Blutproben durch forensische Experten und die anschließende Bewertung durch die Zentrale Bußgeldstelle sollen klären, welche rechtlichen Schritte eingeleitet werden. Entscheidend wird die genaue Analyse der Blutwerte sein, betonte die Polizeidirektion. Beide Fahrer mussten ihre Fahrt unterbrechen und alternative Transportmöglichkeiten suchen.
Polizei warnt vor Drogen am Steuer
Die Polizei nutzt solche Fälle, um erneut vor den Gefahren von Drogen am Steuer zu warnen. Mit speziellen Drogenschnelltests können Beamte vor Ort erste Hinweise auf Substanzkonsum erhalten, die dann durch Blutproben im Labor bestätigt werden müssen. Die rechtlichen Konsequenzen für solche Verstöße können schwerwiegend sein und reichen von hohen Geldstrafen bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis.



