Wolf beißt Frau in Hamburg-Altona schwer ins Gesicht
Mitten in Hamburg hat ein Wolf am Montagabend eine Frau schwer verletzt. Der Angriff ereignete sich gegen 19:00 Uhr im Bereich der IKEA-Filiale an der Großen Bergstraße im Stadtteil Altona. Die verletzte Frau musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie medizinisch versorgt wurde.
Polizei fängt Wolf nach spektakulärer Verfolgung
Ein Großaufgebot der Bereitschaftspolizei Hamburg stellte das Raubtier am späten Abend am Jungfernstieg. Wie die Ermittlungen ergaben, flüchtete der Wolf vor den Beamten und sprang in die Alster. Die Polizisten zogen das Tier mit einer speziellen Schlinge aus dem Wasser und sicherten es in einer Transportkiste. Ein hinzugezogener Jäger übernahm anschließend den Wolf und brachte ihn aus der Innenstadt.
Wolfsexperte bestätigt Identität des Tieres
Die Gefangennahme beendete ein zweitägiges Abenteuer des Raubtieres in der Hansestadt. Bereits vor zwei Tagen wurde das Tier erstmals im Bereich der Elbe in Blankenese gesichtet. Zunächst waren sich die Behörden unsicher, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelte. Wolfsexperte Norman Stier von der Technischen Universität Dresden wertete jedoch ein Video und Fotos aus der Bevölkerung aus und bestätigte zweifelsfrei: Es handelt sich um einen Wolf.
Nach aktuellen Erkenntnissen soll es sich um ein noch recht junges Tier handeln. Experten vermuten, dass der Wolf von seinem Rudel verstoßen worden sein könnte und nun auf der Suche nach einer neuen Familie durch die Stadt streifte. Dabei legen Wölfe oft weite Strecken zurück – ein Verhalten, das zur natürlichen Verbreitung der Tiere in Deutschland beiträgt.
Zahlreiche Sichtungen in ganz Hamburg
In den vergangenen Tagen wurde das Raubtier in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs gesichtet:
- An der Gorch-Fock-Grundschule in Blankenese
- Im Friedensweg, wo ein Anwohner dem Tier Auge in Auge gegenüberstand
- In St. Pauli und an den Messehallen
Bei allen vorherigen Begegnungen zwischen Mensch und Raubtier zeigte sich das Tier scheu und ergriff stets die Flucht. Der Angriff auf die Frau in Altona stellt daher eine dramatische Eskalation der Situation dar. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach dem Tier gesucht und ging am Montagabend auf zahlreiche Meldungen besorgter Bürger ein.
Die genauen Umstände des Angriffs werden derzeit noch untersucht. Die Behörden prüfen, ob besondere Umstände zu dem ungewöhnlichen Verhalten des Wolfes geführt haben könnten. Die Sicherheit der Bevölkerung hat für die Einsatzkräfte oberste Priorität.



