YouTuber Marvin Wildhage steht ab heute vor dem Amtsgericht München, weil er sich beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft 2024 als Maskottchen ins Stadion geschmuggelt hat. Die Verhandlung beginnt um 9.30 Uhr. Der Influencer, der für seine Streiche bekannt ist, muss sich wegen Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen verantworten. Gegen einen zuvor erlassenen Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kommt.
Der Vorfall: Mit gefälschtem Kostüm und Akkreditierung
Die Staatsanwaltschaft wirft Wildhage vor, sich im Juni 2024 beim EM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland mit einem gefälschten Maskottchen-Kostüm und gefälschten Akkreditierungen unbefugt direkt am Spielfeldrand und teilweise sogar auf dem Spielfeld aufgehalten zu haben. Er machte Fotos mit Stars und war ganz nah am Geschehen, bis sein Schwindel aufflog. Die Aktion war offenbar sorgfältig vorbereitet.
Video zeigt Vorbereitung und Durchführung
Die akribischen Vorbereitungen und die Geschehnisse am Eröffnungstag hielt Wildhage in einem Video fest, das inzwischen über 3,1 Millionen Mal angesehen wurde. Sowohl darin als auch in einem späteren Video betont der Angeklagte, er habe mit seiner Aktion auf Sicherheitslücken der UEFA aufmerksam machen wollen. Ob dies als Rechtfertigung vor Gericht zählt, bleibt abzuwarten.
Mögliche Strafe: Bis zu zwei Jahre Haft
Dem YouTuber drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe. Die zuständige Richterin hat laut einem Gerichtssprecher im konkreten Fall eine Strafkompetenz von bis zu zwei Jahren Haft. Das Urteil wird mit Spannung erwartet, da der Fall hohe Wellen geschlagen hat und die Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen in den Fokus rückt.



