Grausiger Fund in Frankreich: Zwei Babyleichen nach 15 Jahren in Tiefkühltruhe entdeckt
Ein schockierender Fall von mutmaßlicher Kindstötung erschüttert derzeit die Ermittlungsbehörden in Frankreich. Im Osten des Landes wurden zwei tote Babys in einem Gefrierschrank aufgefunden, die dort seit mehreren Jahren eingefroren waren. Die grausige Entdeckung machten Familienmitglieder, die daraufhin sofort die Polizei alarmierten.
Mutter gesteht die Taten nach Festnahme
Die Staatsanwaltschaft in Besançon teilte am Donnerstag mit, dass eine 50-jährige Frau festgenommen wurde und gestanden habe, die beiden Säuglinge nach ihrer Geburt in den Jahren 2011 und 2018 in den Gefrierschrank ihres Hauses gelegt zu haben. Laut ihren Aussagen habe sie die beiden Schwangerschaften vor ihrer Familie und Freunden verborgen und die Kinder heimlich zu Hause zur Welt gebracht.
Die Ermittlungen begannen, nachdem ein Familienmitglied am Dienstag die Leiche eines der Babys in dem Gefrierschrank des Hauses in Aillevillers-et-Lyaumont entdeckt hatte. Als die Polizei am Tatort eintraf, fand sie zusätzlich die Leiche des zweiten Säuglings. Der Verdacht richtete sich schnell gegen die Mutter, die das Haus bereits im Dezember ohne Vorwarnung verlassen hatte.
Flucht und Festnahme in Pariser Vorort
Die Frau hatte fünf ihrer Kinder sowie den Vater von vieren dieser Kinder zurückgelassen, ohne wieder aufzutauchen. Die Fahnder spürten sie schließlich am Mittwoch im Pariser Vorort Boulogne-Billancourt auf, wo sie festgenommen wurde. Die Ermittler arbeiten nun daran, die genauen Umstände der Todesfälle und die Beweggründe der Mutter zu klären.
Bürgermeister zeigt sich entsetzt über den Vorfall
Der Bürgermeister von Aillevillers-et-Lyaumont, Jean-Claude Tramesel, reagierte fassungslos auf den Fund der Babyleichen. "Wir sind schockiert und können diesen grausamen Vorfall kaum begreifen", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Paar habe seit etwa 20 Jahren in der Gemeinde gelebt, jedoch nicht dort gearbeitet. Die Nachbarn und die lokale Gemeinschaft seien zutiefst betroffen von den Enthüllungen.
Vergleichbare Fälle in der jüngeren Vergangenheit
Solche tragischen Vorfälle sind leider kein Einzelfall. Ende des Jahres 2025 wurde beispielsweise eine Frau vom Landgericht Fulda zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem sie ihr Kind nach der Geburt in einer öffentlichen Toilette in Bad Hersfeld getötet hatte. Die Leiche des Babys wurde im Februar 2025 von Nachbarn in einer Gefriertruhe entdeckt, eingewickelt in einem Tuch innerhalb einer Einkaufstüte. Dieser Fall unterstreicht die wiederkehrende Thematik von verheimlichten Schwangerschaften und deren tragischen Folgen.
Die französischen Behörden betonen, dass solche Fälle gründlich aufgeklärt werden müssen, um Gerechtigkeit für die Opfer zu gewährleisten und präventive Maßnahmen zu entwickeln. Die Ermittlungen in Aillevillers-et-Lyaumont dauern an, während die Gemeinschaft mit dem Schock und der Trauer umgeht.



