Capital Bra filmt Drogen-Vorfall im Livestream
In der Nacht von Sonntag auf Montag verbreiteten sich im Internet verstörende Aufnahmen des Rappers Capital Bra. Der 31-Jährige filmte sich selbst während einer Fahrt mit dem Rettungswagen in eine Klinik und streamte die Situation live auf TikTok. Dabei wirkte er völlig desorientiert und rief wiederholt nach Hilfe.
Rettungssanitäter versucht zu beruhigen
Im Livestream war zu hören, wie ein Rettungssanitäter den aufgewühlten Rapper zu besänftigen versuchte: „Wir helfen dir, das haben wir doch gesagt. Jetzt sind wir gleich am Krankenhaus. Bleib ganz entspannt. Alles gut.“ Der Sanitäter bemerkte, dass er gefilmt wurde, und reagierte verärgert mit der Frage: „Was haben Sie denn für Drogen genommen?“
Capital Bra antwortete nur undeutlich: „Das ist TikTok“, bevor er kurz sich selbst zeigte. Er wirkte erschöpft und verwirrt. Auch im Krankenhaus setzte sich der Livestream fort, da sein Handy weiterlief.
Drogenkonsum im Krankenhaus zugegeben
Ein Arzt befragte den Rapper nach seiner Ankunft in der Klinik: „Was haben Sie denn für Drogen genommen?“ Capital Bra nannte daraufhin Xanax, Tilidin und Kokain. Er klagte weiter: „Warum helfen Sie mir denn nicht?“ Der Arzt fragte unbeirrt nach dem Zeitpunkt des Konsums, worauf der Rapper antwortete: „Gerade jetzt!“ Auf die Frage, ob er danach eine Panikattacke erlitten habe, gab es zunächst keine weitere Information.
Entschuldigung an Fans auf Instagram
Einige Stunden später meldete sich Capital Bra auf Instagram. Er war nicht mehr in der Klinik, sondern saß mit seinem Manager im Auto. „Bruder, ich war unterkühlt“, erklärte er. „Meine Hände sind immer noch kalt.“ Später postete er ein Bild von sich zu Hause.
An seine Fans gerichtet, entschuldigte sich der Rapper: „Leute, sorry. Ich wollte euch nicht zu viele Sorgen machen.“ Gleichzeitig kritisierte er, dass ihm nicht schnell genug geholfen worden sei. „Nur weil man mal über Drogen gerappt hat – das ist nicht cool. (...) Dann musst du live gehen, gar nicht cool.“ Er betonte: „Leute, es heißt nicht, dass ich nichts mit Drogen zu tun habe und ich welche genommen habe.“ In verwirrtem Zustand fügte er hinzu: „Das hätte mich mein Leben kosten können. Es hätte alles passieren können. Ich hatte Angst um mein Leben, wenn ihr es genau wissen wollt.“
Manager bestätigt Drogen-Rückfall
Kurz vor 5 Uhr am Montagmorgen äußerte sich auch Manager Drilon Cocaj via Instagram: „Er ist ein sehr guter Junge“, sagte er in einer Story. „Aber er hat leider eine Macke manchmal, was die Drogen angeht. Er war eigentlich sehr lange weg, aber ist wieder abgerutscht gestern.“ Laut seinem Manager sei nun „alles gut“. Er berichtete: „Er ist jetzt zu Hause und geht jetzt schlafen. Der Arzt meinte auch, es ist alles gut. Seine Werte sind gut.“
Der Vorfall wirft erneut Fragen zum Umgang mit Drogen in der Musikszene und zur Verantwortung von Influencern bei der Nutzung sozialer Medien auf. Capital Bra, der mit bürgerlichem Namen Vladislav Balovatsky heißt, ist einer der kommerziell erfolgreichsten Rapper Deutschlands und bekannt für seine kontroversen Texte und öffentlichen Auftritte.



