FBI-Chef Kash Patel verklagt »The Atlantic« wegen Verleumdung – 250 Millionen Dollar Forderung
FBI-Chef Patel verklagt »The Atlantic« – 250 Millionen Dollar

FBI-Chef Kash Patel zieht gegen »The Atlantic« vor Gericht – 250 Millionen Dollar Entschädigung gefordert

Kash Patel, der Direktor des Federal Bureau of Investigation (FBI), hat seine juristische Drohung wahr gemacht und eine Verleumdungsklage gegen das renommierte US-Nachrichtenmagazin »The Atlantic« eingereicht. In der am Montag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage fordert der von US-Präsident Donald Trump ernannte FBI-Chef eine Entschädigung in Höhe von 250 Millionen Dollar, was umgerechnet etwa 212 Millionen Euro entspricht.

Vorwürfe der Verleumdung und böswilligen Absicht

Patel wirft dem Magazin vor, mit einem Artikel eine Grenze überschritten zu haben, »indem es einen Beitrag veröffentlicht hat, der voller falscher und offensichtlich erfundener Anschuldigungen ist«. In der Klageschrift heißt es weiter, die Anschuldigungen zielten »darauf ab, Patels Ruf zu schädigen und ihn aus seinem Amt zu vertreiben«. Der FBI-Chef bezeichnete den Artikel als »diffamierenden, böswilligen und verleumderischen Angriff«.

Der umstrittene Bericht in »The Atlantic« hatte unter anderem behauptet, dass Patels Position als FBI-Chef aufgrund von »Episoden übermäßigen Alkoholkonsums« und »ungeklärten Abwesenheiten« in Gefahr sei. Das Magazin berief sich dabei auf mehr als zwei Dutzend aktuelle und ehemalige Beamte, die angaben, Patel sei wiederholt betrunken bei der Arbeit erschienen, habe wichtige Termine ohne Erklärung versäumt und fürchte seine bevorstehende Entlassung.

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Kritik an anonymen Quellen und Reaktion des Magazins

In seiner Klage kritisiert Patel insbesondere, dass die Autorin des Artikels, Sarah Fitzpatrick, für ihren Bericht ausschließlich auf anonyme Quellen zurückgegriffen habe. »Fitzpatrick konnte nicht eine einzige Person dazu bewegen, diese empörenden Anschuldigungen öffentlich zu unterstützen«, betonte er. Die Angeklagten hätten den Artikel »in böswilliger Absicht« veröffentlicht.

»The Atlantic« reagierte umgehend auf die Klage und verteidigte seine Berichterstattung. In einer knappen Mitteilung hieß es: »Wir stehen zu unserer Berichterstattung über Kash Patel und werden ›The Atlantic‹ und unsere Journalisten energisch gegen diese unbegründete Klage verteidigen.« Das Magazin zeigt sich somit kämpferisch und bereit, den juristischen Streit auszufechten.

Hintergrund und bisherige Entwicklungen

Bereits kurz nach Erscheinen des Artikels hatte Patel mitteilen lassen: »Druckt es – alles falsch. Wir sehen uns vor Gericht.« Diese Ankündigung hat er nun in die Tat umgesetzt. Der juristische Konflikt zwischen einem hochrangigen Regierungsbeamten und einem führenden Medienhaus könnte weitreichende Folgen für die Pressefreiheit und die Berichterstattung über Amtsträger haben.

Die Klage richtet sich nicht nur gegen das Magazin selbst, sondern auch gegen die Autorin Sarah Fitzpatrick persönlich. Sie fordert neben der hohen finanziellen Entschädigung auch eine öffentliche Richtigstellung der berichteten Inhalte. Die Entwicklung dieses Falls wird von Medienexperten und Juristen aufmerksam verfolgt, da er grundsätzliche Fragen zum Umgang mit anonymen Quellen und der Grenze zwischen kritischer Berichterstattung und Verleumdung aufwirft.

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