OnlyFans-Stars attackieren Sydney Sweeney: „Einfach lächerlich!“
OnlyFans-Stars attackieren Sydney Sweeney

Die dritte Staffel der HBO-Erfolgsserie „Euphoria“ sorgt seit ihrem Start für hitzige Diskussionen. Im Mittelpunkt der Kontroversen steht diesmal Sydney Sweeney (28), deren Serienfigur einen OnlyFans-Account eröffnet und sich in provokanten Posen, aufreizenden Kostümen und eindeutig sexualisierten Inhalten präsentiert. Was die Serienmacher als authentischen Blick auf die heutige Jugendkultur verstehen, sehen echte OnlyFans-Stars völlig anders. Sie gehen nun öffentlich auf die Schauspielerin los.

Kritik aus der OnlyFans-Community

Mehrere bekannte Creatorinnen der Plattform haben sich zu Wort gemeldet und die Darstellung von Sweeneys Rolle scharf kritisiert. „Einfach lächerlich!“, empört sich eine der bekanntesten deutschen OnlyFans-Stars. „So läuft das in der Realität nicht. OnlyFans ist harte Arbeit, und die wenigsten von uns sehen aus wie ein Hollywood-Star oder haben ein Team von Stylisten.“ Die Kritikerinnen bemängeln vor allem, dass die Serie ein völlig verzerrtes Bild des Arbeitsalltags auf der Plattform zeichne. Statt der Realität mit all ihren Herausforderungen werde eine glamouröse Fantasie inszeniert, die mit der Lebenswirklichkeit der meisten Creatorinnen nichts zu tun habe.

Welche Regeln gelten wirklich auf OnlyFans?

Die Aufregung wirft auch ein Schlaglicht auf die tatsächlichen Richtlinien von OnlyFans. Die Plattform verbietet explizit Inhalte, die Gewalt, illegale Aktivitäten oder nicht einvernehmliche Handlungen zeigen. Nacktheit und sexuelle Inhalte sind erlaubt, solange sie den Community-Richtlinien entsprechen. Viele Creatorinnen betonen jedoch, dass der Erfolg auf OnlyFans vor allem von Authentizität, regelmäßigem Content und direktem Fan-Kontakt abhängt – und nicht von perfekt inszenierten Bildern.

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Warum die Darstellung problematisch ist

Die Profis der Branche sehen in Sweeneys Rolle eine gefährliche Verklärung. „Es wird so getan, als ob man mit ein paar freizügigen Fotos schnell reich wird“, erklärt eine andere Creatorin. „Das ist nicht nur falsch, sondern setzt auch junge Frauen unter Druck, die denken, sie müssten diesem Bild entsprechen.“ Zudem werde die Arbeit hinter den Kulissen – von der Vermarktung über die rechtlichen Aspekte bis hin zur psychischen Belastung – völlig ausgeblendet. Die Stars fordern daher mehr Realitätssinn in der Darstellung von Sexarbeit und digitaler Selbstvermarktung in Serien wie „Euphoria“.

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