Savannah Guthrie moderiert wieder nach mutmaßlicher Entführung ihrer Mutter
Savannah Guthrie moderiert wieder nach Entführung ihrer Mutter

Savannah Guthrie kehrt nach Familienkrise vor die Kamera zurück

Die bekannte US-Moderatorin Savannah Guthrie hat nach einer zweimonatigen Pause erstmals wieder die NBC-Morningshow "Today" moderiert. Ihr Auftritt am Montag markierte die Rückkehr vor die Kamera, nachdem ihre 84-jährige Mutter Nancy Guthrie Anfang Februar mutmaßlich entführt worden war.

Emotionale Rückkehr mit knappen Worten

Guthrie thematisierte ihre Abwesenheit während der Sendung nur kurz, aber deutlich. "Wir freuen uns sehr, dass Sie Ihre Woche mit uns begonnen haben, und es ist schön, wieder zu Hause zu sein", sagte die 54-Jährige zu Beginn der Sendung. Ihr Co-Moderator Craig Melvin reagierte einfühlsam, tätschelte ihre Hand und erwiderte: "Ja, es ist schön, dich wieder zu Hause zu haben."

Dann wandte sich Guthrie mit den Worten "Nun, los geht's, ob wir bereit sind oder nicht" dem Tagesgeschäft zu und leitete zu den Nachrichten über. Die knappe Bemerkung verdeutlichte, dass die Rückkehr trotz der anhaltenden persönlichen Krise erfolgte.

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Verschwinden der Mutter bleibt ungeklärt

Nancy Guthrie war in der Nacht zum 1. Februar aus ihrem Haus im US-Bundesstaat Arizona verschwunden. Die Ermittlungen des FBI und lokaler Behörden verliefen bislang ergebnislos, obwohl Überwachungsvideos einen maskierten Mann zeigen, der in der Nacht des Verschwindens vor ihrem Haus stand.

Die Familie hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt und erhielt mehrere Lösegeldforderungen, von denen nach Angaben Savannah Guthries einige gefälscht waren. Zwei Schreiben hält die Moderatorin jedoch für authentisch und reagierte darauf gemeinsam mit ihren Geschwistern.

Persönliche Statements zur schwierigen Situation

Ende März hatte sich Guthrie in einem Interview bei ihrem Heimsender NBC ausführlich zu der Situation geäußert. "Wir können keinen Frieden finden, ohne die Wahrheit zu kennen", erklärte sie damals. Der Gedanke, dass das Verschwinden ihrer Mutter möglicherweise mit ihrer eigenen öffentlichen Rolle zusammenhängen könnte, sei für sie "unerträglich".

Über ihre Rückkehr zur Arbeit sagte Guthrie: "Ich glaube, es ist Teil meiner Bestimmung." Gleichzeitig gestand sie, dass ihr die Vorstellung schwerfalle, an einen Arbeitsplatz zurückzukehren, den sie bisher mit "Freude und Unbeschwertheit" verbunden habe.

Die Moderatorin, die seit 2012 bei "Today" arbeitet und als eines der bekanntesten Gesichter des US-Morgenfernsehens gilt, äußerte sich ambivalent: "Ich kann nicht zurückkommen und versuchen, jemand zu sein, der ich nicht bin. Aber ich kann auch nicht wegbleiben, denn es ist meine Familie." Sie räumte ein, nicht zu wissen, ob sie die Rückkehr schaffe, wolle es aber versuchen.

Ermittlungen laufen weiter

Die Behörden in Arizona gehen weiterhin von einem Verbrechen aus und setzen ihre Ermittlungen fort. Die Familie hofft weiterhin auf Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen könnten. Guthries Rückkehr ins öffentliche Leben erfolgt somit unter schwierigsten persönlichen Umständen, während die Suche nach ihrer Mutter unvermindert andauert.

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