Streaming-Highlights im April: Euphoria kehrt zurück, Island-Thriller und neue Serien
Streaming-Highlights April: Euphoria, Island-Thriller, neue Serien

Streaming-Fahrplan für den April: Diese Highlights erwarten Sie

Jeden Monat fassen wir zusammen, welche Serien und Filme neu bei Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, HBO Max und weiteren Streaming-Diensten sowie in den Mediatheken zu sehen sind. Der April 2026 verspricht besonders vielfältige Unterhaltung: Von lang erwarteten Fortsetzungen über internationale Thriller bis hin zu mutigen Dramedys.

Die großen Highlights des Monats

"Only Margo" bei Apple TV+ startet am 15. April und erzählt die Geschichte der zwanzigjährigen Margo (Elle Fanning), die ungeplant schwanger wird und ihre Schriftstellerkarriere aufgeben muss. Mit knappem Budget erfindet sie eine außerirdische OnlyFans-Persona – irgendwo zwischen Kunst und Porno. Unterstützung erhält sie von ihrem entfremdeten Vater, einem ehemaligen Pro-Wrestler (Nick Offerman), und ihrer Mutter, einer Ex-Hooters-Kellnerin (Michelle Pfeiffer). Die Serie verspricht einen mutigen Blick auf digitale Sexarbeit und basiert auf einem US-Bestseller.

"Reykjavík Fusion" in der Arte-Mediathek ab 16. April ist ein isländischer Thriller, der als Mischung aus "Breaking Bad" und "The Bear" gefeiert wird. Nach seiner Haftstrafe eröffnet Jónas sein eigenes Restaurant, muss jedoch Hilfe von einem Ex-Mitinsassen und Gangsterboss annehmen. Schnell wird er in die Unterwelt Reykjavíks gezogen. Die Serie wurde beim Serienfestival in Cannes gelobt und verspricht spannende Unterhaltung.

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"Euphoria", Staffel 3 startet am 13. April bei HBO Max und Wow (Sky). Fünf Jahre nach der zweiten Staffel geht die preisgekrönte Coming-of-Age-Serie in die finale Runde. Die Figuren haben die Schule hinter sich gelassen, und der Trailer deutet einen Kurswechsel hin zu kalifornischer Sonne und Actionkrimi an. Showrunner Sam Levinson spricht von der bislang besten Staffel der Serie, die 2019 mit ihrer ästhetischen, düsteren Erzählweise zum Riesenerfolg wurde.

Weitere bemerkenswerte Neuerscheinungen

"The Secret Agent" auf Mubi ab 17. April ist ein packender Politthriller aus Brasilien. Regisseur Kleber Mendonça Filho zeigt 1977 die Rückkehr von Marcelo (Wagner Moura) in die Küstenstadt Recife während der Militärdiktatur. Der Film rechnet mit Totalitarismus ab und fragt, wo wir heute stehen. SPIEGEL-Redakteur Lars-Olav Beier beschreibt ihn als "kunstvoll und aktuell".

Netflix bietet im April zahlreiche Neuheiten:

  • 01.04.: "Liebe im Spektrum", Staffel 4 – Dokuserie über Singles auf dem Autismus-Spektrum
  • 15.04.: "Das Gesetz nach Lidia Poët", Staffel 3 – Italienische Dramaserie über eine Pionierin des Frauenrechts
  • 16.04.: "BEEF", Staffel 2 – Neue Staffel der Comedyserie mit Carey Mulligan und Oskar Isaac
  • 23.04.: "Stranger Things: Tales from '85" – Animierte Sci-Fi-Serie
  • 29.04.: "Bonjour Agneta" – Schwedisches Drama über eine arbeitslose Frau in der Provence

Amazon Prime Video präsentiert:

  • 08.04.: "The Boys", Staffel 5 – Finale Staffel der Superhelden-Satire
  • 08.04.: "The Handmaid's Tale", Staffel 6 – Dystopische Serie
  • 29.04.: "Das Geisterhaus" – Serienadaption von Isabel Allendes Roman mit Eva Longoria

Lohnt sich der Blick ins Archiv?

"Die Aussprache" in der Arte-Mediathek ist ein Thriller, der die Gewalt gegen Frauen thematisiert. Regisseurin Sarah Polley behandelt den Fall einer mennonitischen Kolonie in Bolivien, wo zwischen 2005 und 2009 mehr als 100 Frauen vergewaltigt wurden. Der Film zeigt ausschließlich Betroffene, die beratschlagen, wie es weitergeht. Eine ideale filmische Ergänzung zur aktuellen Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen.

"Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden" im ZDF ist ein Dreiteiler, der nicht nur die fußballerische Karriere des Deutschtürken rekonstruiert, sondern auch zeigt, wie die Stimmung in Deutschland von einem vermeintlich offenen Einwanderungsland in offenen Rassismus kippte. Die Dokumentation macht deutlich, dass Menschen mit Migrationsgeschichte oft Projektionsfläche bleiben.

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"Scarpetta" auf Prime Video mit Nicole Kidman als Forensikerin Kay Scarpetta ist typischer "Prestige Trash": schnell konsumierbare Unterhaltung mit großem Namen und schicker Aufmachung. Seit März zu sehen, folgt die Serie einem bewährten Erfolgsrezept.

Was weniger überzeugt

"Becoming Shirin David" auf Netflix zeigt den Weg der Geschäftsfrau Barbara Shirin Davidavičius zum Erfolg, bleibt dabei aber oberflächlich. SPIEGEL-Mitarbeiter Arno Frank kritisiert, die Doku erzähle "wirklich beeindruckend so gut wie gar nichts" und lasse die Fassade undurchdringlich.

Der April bietet somit eine Mischung aus hochkarätigen Premieren, interessanten Archivschätzen und einigen Enttäuschungen. Ob finale Staffeln, internationale Thriller oder mutige Dramedys – für jeden Geschmack ist etwas dabei.