Trump fordert Rauswurf von Jimmy Kimmel nach Melania-Witz
Trump verlangt Kimmels Entlassung nach Witz über Melania

Ein Witz des US-amerikanischen Late-Night-Talkers Jimmy Kimmel über die First Lady Melania Trump hat für erhebliche Aufregung gesorgt. Donald Trump, der ehemalige und erneut kandidierende Präsident, reagierte empört und forderte die sofortige Entlassung des Moderators. Der Vorfall ereignete sich während Kimmels Sendung, in der er über das strahlende Aussehen Melanias beim Korrespondentendinner scherzte: „Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe.“

Der Witz und seine Folgen

In seiner Show am Montagabend bezog sich Kimmel auf das Korrespondentendinner, bei dem auch das Präsidentenpaar anwesend war. Der Moderator erklärte, sein Scherz sei missverstanden worden. Er habe lediglich den Altersunterschied zwischen Donald Trump (fast 80) und Melania (jünger als Kimmel selbst) aufs Korn nehmen wollen. „Es war ein sehr harmloser Scherz darüber, dass er fast 80 ist und sie jünger als ich. Es war keineswegs ein Aufruf zum Mord, und das wissen sie auch“, verteidigte sich Kimmel. Er betonte zudem sein langjähriges Engagement gegen Waffengewalt.

Trumps Reaktion und Vorwürfe

Donald Trump ließ über seinen Pressesprecher mitteilen, dass Kimmel sofort gefeuert werden müsse. Der Witz stelle einen Aufruf zur Gewalt dar, so der Präsident. Er verwies auf die Schüsse beim Korrespondentendinner am Samstag, bei dem es zu einem versuchten Attentat gekommen war. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt warf den Demokraten und Medien vor, Trump zu dämonisieren. Sie setzte den Witz in direkten Zusammenhang mit den Schüssen im Hilton Hotel: „Wer, der bei klarem Verstand ist, behauptet schon, eine Ehefrau würde sich über den möglichen Mord an ihrem geliebten Ehemann freuen?“, fragte sie empört.

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Kimmels Verteidigung und Hintergrund

Kimmel ließ die Vorwürfe nicht auf sich sitzen. In seiner Sendung betonte er, dass der Scherz über den Gesichtsausdruck Melanias gemacht worden sei, den sie jedes Mal zeige, wenn sie mit ihrem Mann zusammen sei. „Das war natürlich ein Scherz über ihren Altersunterschied und den Ausdruck der Freude, den wir jedes Mal auf ihrem Gesicht sehen, wenn sie zusammen sind“, erklärte der Talkmaster. Er wies die Anschuldigungen, zur Gewalt aufgerufen zu haben, entschieden zurück.

Bereits im September 2025 war Kimmel ins Visier von Trump geraten. Damals wurde seine Sendung nach einem ähnlichen Konflikt abgesetzt, später jedoch wieder ins Programm aufgenommen. Der aktuelle Vorfall zeigt die anhaltende Spannung zwischen dem Präsidenten und kritischen Medien. Trump hat in der Vergangenheit mehrfach gegen ihm missliebige Journalisten und Sender gewettert und sogar Lizenzentzüge angedeutet.

Ausblick

Die Kontroverse um Kimmels Witz ist ein weiteres Kapitel im anhaltenden Kulturkampf zwischen Trump und der Medienlandschaft. Während der Präsident auf eine harte Linie setzt und die Entlassung des Moderators fordert, bleibt Kimmel gelassen und sieht sich als Opfer einer bewussten Fehlinterpretation. Die Debatte über die Grenzen des Humors und die Verantwortung von Medien wird durch diesen Vorfall weiter angeheizt.

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