Papst Leo XIV. startet historische Afrika-Reise mit elf Tagen in Algerien
Papst Leo XIV. beginnt historische Afrika-Reise in Algerien

Papst Leo XIV. startet historische Afrika-Reise mit elf Tagen in Algerien

Papst Leo XIV. hat heute den Auftakt seiner ersten Afrika-Reise in Algerien begonnen. Nach fast einem Jahr im Amt unternimmt das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken damit seine bislang längste Auslandsreise, die insgesamt elf Tage dauern wird. Die Reiseroute führt neben Algerien auch nach Kamerun, Angola und Äquatorialguinea.

Historischer Besuch in muslimisch geprägtem Land

In Algerien, einem überwiegend muslimischen Land, war bislang noch nie ein Papst zu Besuch. Von den annähernd 47 Millionen Einwohnern sind nur etwa 9.000 Katholiken. Dennoch hat das nordafrikanische Land für Papst Leo eine besondere Bedeutung: In der Region wurde im vierten Jahrhundert der Heilige Augustinus von Hippo geboren, der Namensgeber des Augustinerordens, dem der heutige Papst seit fast 50 Jahren angehört. Vor seiner Zeit im Vatikan war Leo dessen weltweiter Leiter.

Am Dienstag wird Papst Leo die Stadt Annaba besuchen, die früher als Hippo bekannt war und die Wirkungsstätte des Heiligen Augustinus darstellt. Der Besuch in Algerien steht somit in direktem Zusammenhang mit der persönlichen spirituellen Geschichte des Papstes.

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Wachsende Bedeutung Afrikas für die katholische Kirche

Afrika gehört zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche kontinuierlich wächst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken – inzwischen sogar mehr als in Europa. Weltweit stammen etwa ein Fünftel (20,3 Prozent) aller Katholiken aus afrikanischen Ländern. Diese demografische Verschiebung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Kontinents für die globale katholische Gemeinschaft.

In den vergangenen Jahrzehnten waren Päpste immer wieder in Afrika zu Besuch. Der polnische Pontifex Johannes Paul II. reiste insgesamt 15 Mal dorthin, während sein Nachfolger Franziskus fünf afrikanische Länder besuchte. Papst Leo XIV., der im vergangenen Mai zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus gewählt wurde, setzt mit dieser elftägigen Reise nun seine eigene Akzente in der päpstlichen Reisepolitik.

Weitere Stationen der Reise

Nach dem Aufenthalt in Algerien wird Papst Leo XIV. weiter nach Kamerun, Angola und Äquatorialguinea reisen. Diese Länder repräsentieren unterschiedliche Regionen und kulturelle Kontexte des afrikanischen Kontinents. Die Reise unterstreicht das Engagement des Papstes für den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen sowie seine Wertschätzung für die wachsende afrikanische katholische Gemeinschaft.

Die erste Auslandsreise von Papst Leo XIV. führte ihn Ende vergangenen Jahres in die Türkei und den Libanon, gefolgt von einem Besuch in Monaco im vergangenen Monat. Mit der aktuellen Afrika-Reise setzt er nun einen weiteren wichtigen Schritt in seinem noch jungen Pontifikat.

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