Uckermark: Wie eine Rentnerin mit der Inflation von 2,7 Prozent lebt
Die Inflation trifft den Alltag in der Uckermark spürbar. Im März ist die Teuerungsrate auf 2,7 Prozent geklettert, angetrieben vor allem durch steigende Energiepreise. Während viele über die hohen Kosten klagen, erzählt eine Rentnerin aus der Region, wie sie mit der Situation umgeht und sogar einen besonderen „Luxus“ in ihrem bescheidenen Leben sieht.
„Ich lebe im Luxus: Wohnung warm, nicht verhungern“
Lana M. (Name geändert) verdiente jahrelang unter dem Mindestlohn, was sich nun auf ihre EU-Rente auswirkt. Sie schildert ihren Alltag: „Diese rasante Verteuerung ist seit Corona zu beobachten. Aber alle nehmen es hin – von Protest nichts zu sehen.“ Bei Lebensmitteln kauft sie meist im Angebot und überlegt genau, ob etwas wirklich nötig ist. Abstriche macht sie vor allem bei Kleidung, Urlaub und kultureller Teilhabe.
Dennoch bleibt sie positiv: „Das heißt nicht, dass ich unzufrieden bin. Genau genommen lebe ich im Luxus: Die Wohnung ist warm, ich verhungere nicht. Und ich bin schuldenfrei! Immer alles zu haben – worauf kann man sich denn dann noch freuen?“ Ihre Einstellung zeigt, wie Geringverdiener in der Uckermark mit den Herausforderungen umgehen.
Inflation in der Uckermark: Energiepreise treiben Teuerung an
Laut dem Statistischen Landesamt stieg das Preisniveau in der Uckermark von 1,8 Prozent im Februar auf 2,7 Prozent im März. Haupttreiber waren die Energiepreise:
- Kraftstoffpreise: +18,1 Prozent im Vergleich zum März 2025
- Heizöl: +21,1 Prozent
- Gas: -2 Prozent (Verbesserung)
- Strom: -8 Prozent (Verbesserung)
Bei Lebensmitteln lag das Niveau 1,1 Prozent über dem Vorjahr, mit deutlichen Steigerungen bei Fleisch (+3,3 Prozent), Obst (+3,7 Prozent) und Brot (+1,6 Prozent). Diese Daten unterstreichen die Belastungen für Haushalte in der Region.
Bundesweite Entwicklung: Höchste Inflationsrate seit Januar 2024
Auch bundesweit katapultierten die massiv gestiegenen Energiepreise die Inflationsrate auf 2,7 Prozent. Dies ist der höchste Stand seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Februar lag die Rate noch bei 1,9 Prozent. Die Situation in der Uckermark spiegelt somit einen nationalen Trend wider, der besonders Geringverdiener betrifft.
Die Rentnerin Lana M. fasst es zusammen: Trotz aller Einschränkungen findet sie Wege, mit der Inflation klarzukommen, und betont die kleinen, aber wichtigen Dinge im Leben. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für Resilienz in schwierigen Zeiten.



