Einfache Auszeit im Wald: DDR-Ferienlager-Gefühl in Teerofenbrücke
Einfache Auszeit im Wald: DDR-Ferienlager-Gefühl

Einfache Auszeit statt Luxus: Wie ein Holzbungalow im Wald das DDR-Ferienlager-Gefühl zurückbringt

Erholung ist nicht zwangsläufig an viel Luxus gebunden, diese Erfahrung hat unsere Redakteurin gemacht. Den Beweis erbringt sie am Schauplatz in Teerofenbrücke in der Uckermark.

Unsere Redakteurin ist in den letzten Jahrzehnten kreuz und quer durch die Welt gereist. Wann immer sich eine Möglichkeit bot, ging sie auf Reisen – per Auto oder Bus, mit dem Motorrad oder notfalls sogar im Flieger. Hauptsache raus aus dem Alltag. Je nach verfügbarem Budget stieg sie mal einfach und mal nobel ab. Sie bettete ihr müdes Haupt in Zelten, Jugendherbergen, Pensionen und Hotels. Auch Fünf-Sterne-Paläste waren dabei.

Ob diese Edelbehausungen nun so viel mehr Erholung brachten als die einfachen Buden? Ganz ehrlich: Sie weiß es nicht. Sicher macht Komfort das Reisen angenehmer. Aber muss es immer das Beste vom Besten sein? Nein! Ganz klar: Nein! Die Kategorie „schlicht und einfach“ tut es auch. Den Beweis dafür erbrachte am vergangenen Wochenende abermals ein Ausflug nach Teerofenbrücke.

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Sie haben den Namen noch nie gehört? Kein Wunder, liegt das idyllische Fleckchen doch ganz versteckt in einem Wald nahe Schwedt und macht auf den ersten Blick eher wenig her. Die Zufahrt ist abenteuerlich und der Platz mit den Unterkünften – mehr als ein Dutzend Holzbungalows – erinnerte die Redakteurin auf Schlag an ihre Kindheit und Jugend in der DDR.

Ferienlagerfeeling in Teerofenbrücke

„Ferienlagerfeeling“, sagte sie zu ihrem Mann, als der erwartungsvoll die Tür zu ihrem Häuschen aufschloss. Und richtig, sie wurden nicht enttäuscht, was dieses Gefühl anbelangt. Auch im Inneren präsentierte sich der „Wachtelkönig“ so, wie sie das „Urlauben“ von damals in Erinnerung hatte. Zwei (zu ihrem Leidwesen getrennt stehende) Betten luden frisch bezogen dazu ein, das müde Haupt niederzulegen. Es gab eine Sitzecke und zwei Stühle, eine kleine Küchenzeile und ein Bad mit Klo und Dusche. Selbstverständlich auch Handtücher und eine folierte Hausordnung. Wie süß! Hier wäre sie man gern nochmal 13 gewesen. Es roch sogar ein wenig wie früher, also im positiven Sinne – nach Einfachheit und Holz.

Fazit einer Urlauberin

Ihr Fazit als Urlauberin: Das ehemalige Ferienlager des PCK hat nichts von seinem Vorwende-Charme verloren, auch wenn seit der Wiedervereinigung ganz offenkundig Geld in die Sanierung des Objektes geflossen ist. Zum Glück durfte es trotzdem ein wenig „so wie früher“ bleiben. Bei weit geöffnetem Fenster verbrachten sie die Nacht bei sauberster Luft und wurden geweckt von Vogelgezwitscher. Für nichts in der Welt hätte sie in diesem Moment mit einem Zimmer in einem Wellness-Schuppen tauschen mögen.

Und wäre es ein klitzekleines bisschen wärmer gewesen, hätte man seine Füße sogar in den nahe gelegenen Kanal halten können. Das Baden ist dort leider nicht erlaubt, dafür aber Grillen, Wandern, Singen, Entspannen ... Nach nur einer Nacht ging es diesmal leider schon wieder heim, aber eins steht fest: Sie kommen wieder, dann mit der ganzen Familie. Sollten Sie auch tun, wenn Ihnen mal nach einer Auszeit vom Alltag ist! Hier ist etwas ganz Tolles erhalten worden. Danke.

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