Jubel am Eisbach: Erfolgreicher Test bringt legendäre Surferwelle zurück
Am Freitag, dem 17. April 2026, kehrte die legendäre Surferwelle am Eisbach für einen Tag zurück. Ein Testversuch mit einer speziellen Gitterkonstruktion ermöglichte dies, was bei den anwesenden Surfern für lauten Jubel sorgte. Allerdings bleibt unklar, wie ein dauerhafter und sicherer Einbau realisiert werden kann.
Der Testversuch: Gitterkonstruktion im Einsatz
Um 13:17 Uhr erhob sich die Welle plötzlich mächtig über die gesamte Breite des Eisbachs. Verantwortlich dafür war ein Team um den Strömungsexperten Robert Meier-Staude von der Hochschule München. Sie ließen ein großes Gitter, das an Seilen aufgehängt war, in den Bach. Diese Konstruktion wurde anders positioniert als bei vorherigen Tests, was zu einem deutlich besseren Ergebnis führte.
Robert Meier-Staude, der erkennbar erleichtert war, kommentierte: „Darauf haben wir drei Monate gewartet. Das können wir jetzt einfach mal genießen.“ Sein Team sucht seit Wochen nach einer Lösung, um die bei der Bachauskehr im Oktober zerstörte Welle dauerhaft und sicher wiederherzustellen.
Surfer im Einsatz: Genehmigter Testtag
Die Welle war nicht nur über die ganze Flussbreite aufgebaut, sondern auch wild genug für ansprechendes Flusssurfen. Innerhalb von Sekunden sprangen die ersten Surferinnen und Surfer mit ihren Boards ins Wasser. Für diesen Tag hatten etwa 20 Wellenreiter eine Genehmigung erhalten, die Welle auf eigene Gefahr zu testen. Viele Schaulustige versammelten sich am Ufer, um das Spektakel zu beobachten.
Die Surfer gehörten teilweise zur Interessengemeinschaft Surfen in München, die in das Projekt eingebunden ist. Ihr Enthusiasmus war deutlich spürbar, als die Welle sich formte.
Ausblick: Ungewisse Zukunft der Welle
Nach dem erfolgreichen Test werden die Ergebnisse nun dokumentiert und mit der Stadtverwaltung besprochen. Wie ein dauerhafter Einbau für eine sichere Surferwelle aussehen soll, ist jedoch noch unklar. Das Versuchsgitter wird abgebaut, und ab Samstag gilt wieder ein Surfverbot am Eisbach.
Dieser Test markiert einen wichtigen Schritt, aber die Herausforderungen für eine langfristige Lösung bleiben bestehen. Die Stadt München muss nun entscheiden, ob und wie die ikonische Surferwelle dauerhaft zurückkehren kann.



