Historisches Templin: Rätselfoto löst Erinnerungen an Tankstelle und Prenzlauer Tor aus
Templiner Rätselfoto weckt Erinnerungen an historische Kreuzung

Historisches Rätselfoto aus Templin löst lebhafte Erinnerungen aus

Ein in die Jahre gekommenes Archivfoto hat bei den Lesern des Uckermark Kurier zahlreiche Erinnerungen an eine bedeutende Kreuzung in Templin geweckt. Die Aufnahme, die im Rahmen der Serie „Historischer Guckkasten“ veröffentlicht wurde, zeigt eine Baustelle in der Seestraße und erwies sich für alle Anrufer als leicht zu identifizieren.

Fünf Straßen und geschichtsträchtige Gebäude

Martin Kunze aus Templin wies darauf hin, dass an dieser Kreuzung gleich fünf Straßen zusammenlaufen: die Heinrich-Heine-Straße, die Robert-Koch-Straße, die Prenzlauer Allee, die Ernst-Thälmann-Straße und die Seestraße. „Ganz zu schweigen davon, dass dort viele geschichtsträchtige Gebäude stehen“, betonte er und schlug vor, den Platz vielleicht einmal „Platz am Prenzlauer Tor“ zu nennen.

Klaus Preuß aus Milmersdorf erkannte auf dem Foto nicht nur die Baustelle, sondern auch die Anlage des Prenzlauer Tores und rechts das Gebäude, in dem sich heute das Jugendhaus „Villa“ befindet. Edeltraud Schilm aus Lychen ergänzte: „Gut zu erkennen ist auch noch die alte Tanke, die damals allerdings nicht mehr in Betrieb war.“

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Persönliche Anekdoten zur alten Tankstelle

Manfred Paesler aus Templin erinnerte sich an besondere Tankvorgänge während seiner Lehrzeit ab 1966: „Während meiner Lehrzeit hielten wir dort mit einem neuen Barkas B 1000 an. Der brauchte ein Öl-Kraftstoff-Gemisch. Der Tankwart füllte in einen Behälter Öl, rührte es um und schüttelte es, bevor er es in den Tank goss. Dann füllte er das Benzin ein. Genauso passierte das an der Tankstelle in Gerswalde“, erzählte er lebhaft.

Rolf Prütz aus Beutel berichtete, dass sich früher hinter der alten Tankstelle auf dem Hof eine Radio- und Fernsehwerkstatt befand. Claudia Schröder aus Templin ergänzte, dass an der Ecke Prenzlauer Allee/Seestraße das Kirsteinhaus steht.

Beliebtes Fotomotiv und ehrenamtliches Engagement

Sybille Lipski aus Kreuzkrug wies darauf hin, dass sich auf dem Hof hinter der alten Tankstelle seit vielen Jahren die Lebensmittelausgabestelle des „Templiner Brotkorbs“ befindet, wo sie ehrenamtliche Koordinatorin ist. „Nachdem die Woba Templin die ehemalige Tankstelle anhand eines Postkartenmotivs gestalten ließ, ist das ein beliebtes Fotomotiv bei Urlaubern“, erklärte sie. Allerdings sei mittlerweile ein Stück von dem Motiv abgeplatzt, was ihrer Meinung nach repariert werden sollte.

Umfassende Sanierung der Seestraße im Jahr 2017

Die Seestraße wurde übrigens 2017 als letzte Straße im Stadtzentrum umfassend saniert. Aufgrund erheblicher Verwerfungen, Frostschäden am Pflaster und der daraus resultierenden Lärmbelästigung war dies dringend notwendig. Die neue Seestraße wurde mit Natursteinpflaster versehen, um ins städtische Erscheinungsbild zu passen.

Der Ausbau erfolgte in drei Abschnitten und umfasste auch die Errichtung von zwei neuen Gehwegen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 404.000 Euro, finanziert aus Städtebaufördermitteln, Eigenmitteln der Stadt und Anliegerbeiträgen. Der Uckermark Kurier berichtete damals ausführlich über diese Baumaßnahme.

Zu den weiteren Personen, die das Rätselfoto richtig identifizierten, gehören Monika Klahn aus Lychen, Ute Schröder aus Templin und Ingrid Fritz aus Mittenwalde. Die Serie „Historischer Guckkasten“ lebt von solchen gemeinsamen Erinnerungen und dem Engagement der Leser, die mit ihren Beiträgen die lokale Geschichte lebendig halten.

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