Der Getränkehersteller Capri-Sun ist mit einer Petition zur Wiedereinführung von Plastikstrohhalmen gescheitert. Seit dem Jahr 2021 sind Einweg-Plastikstrohhalme in der Europäischen Union verboten. Das Unternehmen hatte versucht, eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken, doch die zuständigen Behörden lehnten das Ansinnen ab.
Hintergrund der Petition
Capri-Sun, bekannt für seine Fruchtsaftbeutel, hatte die Petition initiiert, um die Nutzung von Plastikstrohhalmen wieder zu ermöglichen. Das Unternehmen argumentierte, dass die alternativen Strohhalme aus Papier oder anderen Materialien nicht die gleiche Qualität und Benutzerfreundlichkeit böten. Kunden hätten sich wiederholt über die weiche Konsistenz und den Geschmack der Papierstrohhalme beschwert.
Reaktionen auf die Entscheidung
Die Entscheidung der EU-Behörden stieß auf geteilte Reaktionen. Während Umweltschutzorganisationen die Ablehnung begrüßten, zeigten sich Verbraucher und Teile der Wirtschaft enttäuscht. Harald Perlinger, ein Experte für Verbraucherfragen, kommentierte im Gespräch mit BILD-Sparfochs Frank Ochse: „Die Petition war von Anfang an aussichtslos, da das EU-weite Verbot auf umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Plastikvermüllung beruht.“
Auswirkungen auf den Markt
Capri-Sun muss nun weiterhin auf alternative Strohhalme setzen. Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Jahren in die Entwicklung umweltfreundlicherer Lösungen investiert. Branchenkenner erwarten, dass der Druck auf die Hersteller von Einwegverpackungen insgesamt zunehmen wird, umweltfreundlichere Alternativen zu finden.
Das EU-Verbot von Einwegplastikprodukten ist Teil der europäischen Strategie zur Reduzierung von Plastikmüll. Neben Strohhalmen sind auch andere Produkte wie Besteck, Teller und Wattestäbchen aus Plastik betroffen. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Verschmutzung der Meere und Ökosysteme zu verringern.



